Kategorie: Allgemein

Allgemeines aus der Floorballwelt

Gelungener Start ins neue Jahr für die Damen

Beim Jahresauftaktspiel in der Kleinfeld-Regionalliga ist es unseren Damen am 09.01. gelungen, mit einem Sieg ins neue Kalenderjahr zu starten. Mit einem 10:4 gewannen sie gegen die Ausrichterinnen aus Lilienthal.

Besonders souverän war der Sieg der Damen jedoch nicht. Nach dem ersten Tor der Partie, erzielt durch Kapitän Patrizia Eikhorst nach drei Minuten, passierte in der ersten Hälfte nicht mehr viel, sodass es mit einem Stand von 2:1 in die Halbzeitpause ging. Denn obwohl die Eiche-Damen den überwiegenden Teil des Spiels im Ballbesitz waren, schafften sie es nicht, das Tempo und die Begeisterung früherer Spiele mit einzubringen, sodass das Spiel gerade zu Anfang etwas verschlafen wirkte.

Das besserte sich in der zweiten Hälfte nach der Pausenansprache von Coach Matt Sellars dann etwas. Das Tempo konnten die Damen erfolgreich erhöhen und so auch die Lilienthalerinnen häufiger ausspielen. Obwohl die Chancenverwertung von unserer Seite etwas ausbaufähig war und nach wie vor einige Schüsse neben das Tor gingen oder geblockt werden konnten, kamen mit der höheren Zahl an Abschlüssen auch die Tore. Gerade gegen Ende des Spiels konnten unsere Damen ihren Vorsprung dann ausbauen, so fielen in den letzten sieben Minuten gleich fünf Tore für Eiche.

Trotz allem zeigt das Spiel viele Verbesserungen in der Mannschaft, aber auch einige Baustellen, an denen die Damen noch arbeiten können. Keine der Schwierigkeiten war jedenfalls Goalie Lola Wischer, die mit einigen sehr guten Paraden mehr Gegentore für die Damen verhindern konnte und so den 10:4 Endstand sicherte.

Das zweite angesetzte Spiel gegen den SV Nordenham wurde von unseren Gegnerinnen Corona-bedingt abgesagt und wird nun forfait mit 8:0 gewertet.

Eindeutiges Pokal-Aus für unsere Damen

Für das Pokalspiel reisten unsere Damen letzten Samstag zu den Dümptener Füchsen. Die lange Anreise wurde genutzt, um sich auf das Ziel zu fokussieren: gemeinsam Spaß haben und um alles kämpfen, denn es war klar, sie würden es dem Bundesligisten nicht einfach machen.

Vom ersten Drittel an kämpften unsere Damen um jeden Ball, jede Chance und gingen zunächst mit einem 0:8 Rückstand ins zweite Drittel, alles noch offen.
Nach der Pause ging es dann direkt stark weiter und die ersten zwei Tore für Eiche wurden durch Patrizia Eikhorst und Franziska Klimpel erzielt. Beide Tore wurden von unserem Neuzugang Tina Lohrmann aus Landsberg vorbereitet. Dennoch schafften es die Damen der Dümptener Füchse ihren Vorsprung weiter auszubauen und beide Mannschaften verließen nach dem zweiten Drittel den Platz mit dem Spielstand 2:13.
Für das letzte Drittel hieß es jetzt: weiter Spaß haben und kämpfen. Zum Ende hin verließ unsere Damen doch die Kraft und die Dümptener Füchse entschieden das Spiel mit einem 2:19 für sich.

Missglückter Start für die Damen

Nach langer Zeit hatte unser Damen Großfeld Team endlich seinen ersten Spieltag der Saison.
Das Ziel unserer Damen:
Um jeden Ball kämpfen und somit die drei Punkte mit nach Bremen nehmen.
Mit viel Motivation und Einsatz ging unser Team ins Spiel und musste sich letztendlich mit einer 3:8 (1:1, 4:1, 3:1) Niederlage gegen die Kieler Damen (Förde Deerns) geschlagen geben.

Trotz der langen Spiel Pause kämpfte unser Team diszipliniert und legte eine ordentliche Leistung an den Tag.
Durch einen dynamischen Laufweg der Förde Deerns fingen sich unsere Damen das erste Gegentor in der elften Minute.
Doch ganz so leicht gab sich unser neues Team nicht geschlagen.
Durch eine schöne Vorlage von Patrizia Eikhorst konnte unsere #34 Ann-Kathrin Eikhorst den Ball ins lange Eck des gegnerischen Tores befördern.
Zum Ende des ersten Drittel stand es unentschieden und beide Mannschaften kamen nach der ersten Drittel Pause angespornt zurück in die Halle.

Im Anschluss gelang den Förde Deerns, durch einen langen Pass aus der gegnerischen Hälfte, das 1:2.
Unsere Torhüterin Lola Wischer parierte überragend und lies das Spiel somit spannend.
Nach dem 1:3 der Gastgeber verkürzte unser Neuzugang Charlotte Meyer, aus Lilienthal, zum zwischenzeitlichen 2:3.
Unsere Damen gingen in die zweite Drittelpause mit einem Rückstand von drei Toren.
Nach den ersten paar Minuten des dritten und damit letzten Drittels wurde unsere Damenmannschaft für ihre mangelnde Chancenverwertung mit dem 2:6 und dem folgendem 2:7 bestraft.
Doch Katharina Meyer schaffte es den Ball ins gegnerische Tor zu schießen und brachte die Bremerinnen zum Jubeln
Die Förde Deerns haben die Offensive Phase unseres Teams gut nutzen können und schaffen es noch ein letztes Tor zu schießen.

Ein faires und kämpferisches Spiel endete mit einer Niederlage (3:8) für unsere Damen.
Wir freuen uns auf das Rückspiel und gehen mit viel Motivation in unsere Vorbereitung.

Passende Antwort auf Pokal-Aus

Das letzte Spiel des Jahres 2021 liegt jetzt auch hinter unserer Bundesligamannschaft und besser hätte es nicht enden können. In einer dominant geführten Partie gewann man mit 2:8 (1:4 ; 0:2 ; 1:2) gegen den Tabellenletzten BSV Roxel.

Es wurde relativ schnell klar wer das Spiel kontrollieren würde, gleich von Beginn an gab es eine Chance nach der anderen. Mit Max Pelke in der Mannschaft hatte man einen Spieler, der einen absoluten Sahnetag erwischte. Innerhalb der ersten drei Minuten erzielte er gleich zwei Tore, die noch lange nicht seine letzten waren. Zwar kassierte man in der 8. Minute den Anschlusstreffer der Gastgeber, doch Till Geiler per Penalty und einmal mehr Max Pelke erhöhten zur verdienten Pausenführung von 1:4.

Im zweiten Drittel ließ die Mannschaft den Druck auf Roxel nicht ab und erarbeitete sich wieder unzählige Chancen, doch einzig an der eigenen Chancenverwertung scheiterte man. Nichtsdestotrotz ließ man auf der anderen Seite hinten kaum Chancen zu, nur vereinzelt fanden die Gastgeber den Weg zu Goalie Timothy Lizotte, der sich im Mitteldrittel kein Gegentor fing. In der 24. Spielminute traf Jan-Paul Gersdorf nach gutem nachsetzen zum 1:5 und Ole Gerdsen sechs Minuten später zum 1:6.

Im letzten Drittel durfte sich dann Justus Appenrodt noch einmal im Tor beweisen, der seinen Job ebenfalls souverän absolvierte. Lediglich ein Gegentor bei Überzahl der Gäste ließ er zu. Währenddessen zeigte die Mannschaft weiter eine überzeugende Leistung mit viel Kontrolle und vielen weiteren Chancen, die nicht immer genutzt wurden. Dafür erwies sich aber das eigene Überzahlspiel als deutlich effizienter als in den Spielen zuvor. Beide Tore im letzten Drittel durch Jonathan Eidam und Max Pelke fielen aus dem Powerplay raus.

Es bleibt also spannend im Kampf um die Playoffs, gerade einmal sechs Punkte trennen die ersten fünf Mannschaften mit unserer Mannschaft auf Platz vier.

Und somit endet das Jahr 2021 verhältnismäßig früh für die Bundesligamannschaft. Das nächste Spiel gibt es am 15. Januar 2022 und es ist direkt ein Kracher. Gegner sind die Lilienthaler Wölfe im „Linie 4“ – Derby, die bis hierhin noch ungeschlagen sind. Es bleiben also ca. zwei Monate, um sich vernünftig auf das Kalenderjahr 2022 vorzubereiten.

An der Stelle möchten wir uns schon einmal bei euch, unseren Fans, bedanken. In der immer noch schwierigen Zeit mit Corona kamen wir alle halbwegs gesund durch und konnten immer auf eure Unterstützung setzen! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr mit euch wieder an der Bande, bis dahin!

Start der Saisonvorbereitung

Nach der ungewohnt langen Pause starteten gestern unsere 1. Herren in die Vorbereitung für die neue Saison. Das komplett neu aufgestellte Trainerteam wird die Mannschaft bis zum Saisonstart am 11.09. auf die neue Saison vorbereiten.

Die Leitung des neuen Trainerstabs übernimmt dabei Andreas Kasche. Der langjährige Spieler der 1. Herren, freut sich nachdem er nach einigen Jahren Pause bei den 2. Herren gespielt hat, nun auf die neuen Aufgaben.

Als Co-Trainer unterstützen ihn dabei Fabian Stüble, welcher auch viele Jahren bei den 1.Herren gespielt hat und Steven Schweiger. Steven musste in diesem Frühling aufgrund einiger Verletzungen leider früh seine Spielerkarriere beenden, kann sich so aber dem neuen Trainerteam anschließen. Den Teil der athletischen Weiterentwicklung übernimmt Stelios Schaidl. Das neue Team wird komplettiert durch Sabine Westermann, welche die Mannschaft und den Trainerstab als Teammanagerin unterstützen wird.

Alle Spieler und Trainer freuen sich auf die kommenden Wochen der Vorbereitung und auf den Saisonstart. 

„Es freut mich riesig, dass wir es gemeinsam hinbekommen haben ein Team hinter dem Team zusammenzustellen. Diese strukturelle Neuausrichtung wird dabei helfen jungen talentierten Spielern aus Bremen eine Perspektive zu bieten Floorball als Leistungssport zu betreiben“, so der neue Cheftrainer Andreas Kasche.

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Lola im Interview

Hej Lola, du bist schon seit ein paar Monaten in Bjärred. Wie gut ist dein Schwedisch inzwischen?

Ich würde sagen schon sehr gut. Ich verstehe so ziemlich alles, auch wenn mal undeutlich gesprochen wird und wenn mir mal ein Wort nicht einfällt, dann kann ich es umschreiben. Da ich mit meiner Familie eigentlich jedes Jahr nach Schweden in den Urlaub gefahren bin, konnte ich schon ein paar Brocken Schwedisch und ich habe kurz nach meiner Ankunft angefangen, mit meiner Au-Pair-Familie Schwedisch zu sprechen. Daher ging das recht schnell.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du jetzt in Schweden bist?

Nachdem mein FSJ dann nicht so lief, wie ich erhofft hatte, hat sich die Au-Pair-Stelle als Mittel zum Zweck angeboten. Ich wollte schon seit langer Zeit unbedingt nach Schweden.

Du darfst schon wieder mit einer Mannschaft trainieren – gab es da neidvolle Nachrichten aus Deutschland?

Ja, die gab es anfangs schon, auch von meinen Geschwistern. Aber das ist verständlich, ich wäre da auch neidisch.

Du hattest – wie alle Floorballspieler in Deutschland – vorher eine lange Pause. Wie war es nach den ersten Trainings?

Es war sehr schwer, wieder reinzukommen, auch weil die schwedischen Spieler so gut sind. Und die Bewegungen, besonders als Torwart, das auf den Knien herumrutschen, das machst du im normalen Alltag nicht. Für mich war es, als würde ich das alles nochmal neu lernen.

Wie oft bist du denn in der Halle?

Mit den Jungs trainiere ich zweimal, dienstags und donnerstags, und noch ein weiteres Mal als Teil des Trainerteams einer Mädchenmannschaft.

Hast du schon Unterschiede zum deutschen Floorball feststellen können?

Was mir auffällt, ist, dass hier alle Spieler technisch sehr stark sind und alle einen echt krassen Schuss haben. Und es geht viel körperlicher beim Spielen zu. Es ist normal, dass hier jemand über die Bande fliegt. Aber es ist schwer, das ganz genau einzuschätzen, denn bislang spiele ich hier mit 16- bis 19-Jährigen.

Aber umso stärker der Gegner ist, desto mehr lernt man doch, oder?

Ich hoffe, ich lerne viel. Aber wie viel es war, wird man wohl erst sehen, wenn ich wieder in Bremen trainiere.

Wie bist du eigentlich zum Floorball gekommen?

Früher Leistungsschwimmen und Boxen, dann wollte ich was Neues ausprobieren. Im Schulsport haben wir viel Unihockey gespielt und über meine Geschwister bin ich dann zum Probetraining beim ATS gekommen. Zu Beginn habe ich im Feld gespielt, aber ich war wirklich nicht gut. Während eines Trainings habe ich aus Spaß mit dem Torhüter getauscht und durfte dann beim nächsten Mal direkt als Torhüterin beim Großfeldteam mit trainieren.

Als ich zu dir recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass die Wischers eine echte Floorball-Familie sind.

Ja, meine beiden jüngeren Geschwister Wiesje und Keke spielen auch Floorball beim ATS. Ich bin durch sie erst dazu gekommen, Floorball zu spielen.

Wenn du bei Buntentor mit deinen Geschwistern zusammenspielen konntest, warum bist du dann zu Eiche gewechselt?

Mir hat es beim ATS immer sehr gut gefallen, weil es dort so familiär zuging. Aber irgendwann wollte ich mehr lernen und erreichen. Beim ATS war ich Kapitänin der U17 und eine Damenmannschaft gibt es dort nicht. Deshalb habe ich 2019 mit einer Zweitlizenz bei Eiche Horn angefangen und bin ein Jahr später, auch weil dort Matt und Noah die U21 Mannschaft trainieren, dorthin gewechselt. Ich habe seitdem super viel gelernt, wir sind doppelt Meister geworden mit den Damen – ich denke, dass das eine gute Entscheidung war.

Wie geht es bei dir denn weiter? Bis Ende Juli arbeitest du noch in Schweden.

Ich habe mich in Deutschland und Schweden um Studienplätze beworben. Ich würde gerne in Schweden bleiben und hier studieren, aber es gibt nicht so viele Studiengänge auf Englisch. Mein Schwedisch ist zwar gut, aber auf Schwedisch zu studieren, ist nochmal eine andere Sache. Im Grunde genommen weiß ich noch nicht, wo ich im Herbst sein werden.

Und wo möchtest du in Schweden studieren?

Ich habe mich in Stockholm, Lund und Uppsala beworben.

Was machst du denn derzeit, wenn du dich nicht um die Kinder deiner Gastfamilie kümmerst oder Floorball spielst?

Unter der Woche arbeite ich eigentlich nur und treibe Sport. Neben dem Floorball bin ich hier in Bjärred in einer Workout-Gruppe, die draußen trainiert. Und, so komisch das klingen mag, aber ich habe das Spazieren gehen echt zu schätzen gelernt. Ich kann stundenlang am Meer entlanglaufen, allein oder mit meinen Freunden, die ich hier habe. An den Wochenenden bin ich dann meist mit zwei anderen Au-Pair-Mädchen unterwegs und erkunde das Land und die Naturreservate. Inzwischen kenne ich so gut wie jedes Dorf in der Region.

Wenn wir wieder beim Thema sind – was gefällt dir an Schweden denn besonders?

Die Schweden sind Fremden gegenüber sehr offen und freundlich, jeder kommt auf dich zu, auch wenn du die Sprache nicht kannst.  Sie zeigen gerne, dass sie gut Englisch können.  Meine schwedischen Freunde habe ich zum Beispiel kennengelernt, als ich alleine spazieren war.

Was wirst du vermissen, wenn du wieder zurück nach Deutschland kommst?

Ich werde die Natur sehr vermissen, ich bin auch kein so großer Stadtmensch. Als wir vor kurzen in Stockholm waren, waren der Verkehrslärm oder das Geräusch einer Straßenbahn schon ganz ungewohnt. Ich glaube es wird ein kleiner Kulturschock zurückzukommen.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Innebandy in Bjärred

Wie ihr vielleicht schon wisst, darf ich hier in Schweden nun auch schon seit ca. 2.5 Monaten Floorball spielen. Wegen Corona war auch hier von Oktober bis Mitte Februar das Training verboten, bis die Hallen dann für die Jahrgänge 2002 und jünger wieder eröffnet wurden. Eigentlich wollte ich mit einem Damenteam in Lund trainieren, aber da die Erwachsenen auch hier noch nicht trainieren dürfen, hat das leider nicht hingehauen. Dafür hab ich aber einen super tollen anderen Verein hier in Bjärred gefunden, der mich, obwohl sie kein Damenteam haben, sehr herzlich aufgenommen hat. Nun darf ich zwei mal die Woche mit den Jungs der JAS/HJ18 trainieren, also den Junioren, die in der Allsvenskan Liga spielen, der höchsten Liga für diese Altersgruppe. Außerdem helfe ich ein mal die Woche beim Training der Mädchen geb. 2002 und jünger als Goalietrainerin aus. Das Training hier läuft sehr anders ab als unseres in Deutschland und daran habe ich mich glaube ich noch immer nicht ganz gewöhnt. Aber auch zwischen den Trainings der zwei Teams, in denen ich hier bin, sehe ich große Unterschiede, was die Struktur, aber auch die Intensität angeht.
Dienstags und Donnerstags Abends fahre ich in die Bjärehovshalle, welche direkt in unserem mini Centrum liegt. Als ich das erste Mal darin stand, war ich richtig überwältigt, weil die wirklich cool aussieht und eigentlich nur für Floorball genutzt wird.
Mit den Jungs beginnen wir das Training immer mit einem individuellen warm machen; ein bisschen Warmlaufen, Kniekontrolle und Technik sind immer dabei. Daraufhin werden die Goalies warmgeschossen. Im Gegensatz zu unserem Training in Deutschland dauert das ganze vielleicht so 2 Minuten und wir machen keine großartigen Übungen mit Lauf und Pass sondern meistens stehen die Spieler einfach in einem Halbkreis um das Tor herum und schießen oder kommen einzeln von der Mittellinie ein, zwei Schritte auf das Tor zu und schießen. Und danach? Danach wird direkt gespielt. Wie bei richtigen Spielen benutzen wir die digitale Uhr und spielen so mit Zeit und zählen die Tore. Oft spielen wir in den Teams Bjärred gegen Lomma, da nicht alle Feldspieler aus unserem, sondern auch aus den umliegenden Dörfern kommen. Meistens geht es darum, wer am Ende des Trainings die Bande abbauen muss.
Zwischendurch werden dann Spielerische Übungen eingebaut, wie meine Lieblingsübung, die sich Varberg nennt, und die ich hoffentlich mit ins Training nach Deutschland nehmen kann.
Generell besteht das Training viel aus kleinen Wettkämpfen und aus dem Spiel an sich, was ich erst gewöhnungsbedürftig fand aber nun echt gern mag, da man immer in Aktion ist.
Was hier auch anders ist, ist natürlich die Intensität. Ich trainiere mit Jungs im Alter von 16 bis 19 Jahren und es gibt keinen einzigen, der nicht von der Mittellinie aus einen Schuss in den Winkel machen könnte. Eine extrem gute Technik und starker Schuss sind hier normal. Da hab ich schon einige schöne blaue Flecken kassiert. Manchmal find ich es etwas schwierig, mitzuhalten, aber ich gebe nicht auf. Für mich ist es bloß schwierig, dass die Jungs nicht wirklich mit mir reden, aber auch generell untereinander wird nicht viel geschnackt oder so. Das ist etwas anstrengend, da ich normalerweise ein Mensch bin, der beim Training gern viel mit seinen Mitspieler*innen redet und spaßt (aber natürlich trotzdem immer konzentriert bei der Sache ist :D ), wenn aber niemand mit mir redet bin ich schnell unmotiviert oder frustriert. Insgesamt sind sie aber alle echt nett, nur nicht so gesprächig. Meine Trainer hingegen reden sehr viel mit mir und sind ebenfalls super. Ach ja, das ganze Training findet natürlich auf schwedisch statt! Jetzt fragt sich Mensch vielleicht: aber Lola, wie machst du das denn? Ganz einfach: ich kann tatsächlich Schwedisch verstehen und sprechen. Das zu lernen ging super super schnell, da ich ein wenig Vorkenntnisse hatte und seit Ende meines ersten Monats auch mit meiner Familie hier ausschließlich schwedisch spreche. Beim Training der Mädchen bilde ich ein Trainerteam mit Jonas, wir beide kümmern uns um das Physis- und Goalietraining. Deren Training beginnt mit Warmlaufen gefolgt von Physis und Kniekontrolle, sowie einem längeren Goalie Warmup. Dann werden meistens einige spielerische Übungen gemacht. Währenddessen arbeiten Jonas und ich immer einzeln mit den Goalies und gehen auf ihre individuellen Schwächen und Stärken ein, wofür wir jede Woche eine Goalieübung vorbereiten. Danach gehen wir meistens direkt ins Spiel über, was hier also etwas kürzer ausfällt als bei meinem Training mit den Jungs.

Ich bin super froh, nun teil des IBK Bjärred zu sein, da alle Trainer*innen und vor Allem der Vereinspräsident mich mit offenen Armen empfangen haben und es mir großen Spaß bereitet, wieder in der Halle zu stehen.