Autor: Steven Schweiger

Till Geiler im Interview

Moin Till, wie groß ist die Sehnsucht nach Floorball bei dir im Moment?

Die Sehnsucht ist groß. Im Online-Training machen wir fast ausschließlich Fitness. Ab und zu gibt es auch Übungen für das Stickhandling und da merke ich, dass es einfach riesig Spaß macht, mit dem Schläger zu arbeiten. Dann spüre ich, dass ich wieder in Halle mit den Jungs sein will. Auf der anderen Seite hat man jetzt mehr Zeit, aber ich würde gerne diese Zeit wieder fürs Training opfern. Der Spielbetrieb fehlt mir auch, aber das hat derzeit keine Priorität. Wichtiger wäre das Training.

Hast du noch Hoffnungen, dieses Jahr zu spielen?

Ich schätze, dass es dieses Jahr keine Wettkämpfe mehr geben wird. Es gibt eine Corona Task-Force bei Floorball Deutschland und die überlegt, wie man den Spielbetrieb wieder aufnehmen könnte. Doch wir haben bereits einen großen Zeitverzug in der Saison und je länger es dauert, desto unwahrscheinlicher wird es. Ich stehe hinter allem, was entschieden wird, aber ich glaube nicht daran.

Hast du zwischenzeitlich ein neues Hobby gefunden?

Nein, das nicht, aber ich habe das Schlafen für mich entdeckt. So sieben bis acht Stunden sind ganz nett (lacht). Die Stunden, die nicht mehr fürs Training investiert werden, verlieren sich im Alltag. An den freien Wochenenden, ohne als Spieler oder Schiedsrichter unterwegs sein zu müssen, bin ich jetzt natürlich flexibler.

Haben andere Sportarten je eine Rolle bei dir gespielt?

So wie jeder kleine Junge habe ich mal Fußball gespielt und auch eine Zeit lang Tischtennis. Aber das war nicht lange. Ich gehe wirklich gerne laufen, was auch ein Vorteil für den Floorball ist. Mein persönliches Ziel ist es für dieses Jahr, einen Halbmarathon zu laufen.

Das heißt, dass du auf dem Feld rennen kannst, so viel du willst?

Die Ausdauer funktioniert, Konditionsprobleme habe ich nicht. Es ist eher die Schnelligkeit, die mir fehlt (lacht).

Du bist ein echtes Eiche-Urgestein – wie und wann begann deine Liebe zum Lochball?

Bei den ersten Herren bin ich seit der Saison 2008/2009, damals war ich 15 Jahre alt. Vorher habe ich bereits vier Jahre bei Eiche gespielt. Mit 11 hat mich ein Freund zum Floorball-Training genommen und da hat es mich gepackt.

Du hast die Aufs und Abs mit Eiche miterlebt. Was war denn dein schönster Moment?

Das kann ich nicht auf einen Moment reduzieren. Es gab viele Spiele, die in besonderer Erinnerung bleiben. Zum Beispiel im Pokal gegen Löwen Leipzig, wo wir als absoluter Underdog in der Verlängerung gewonnen haben. Alle sind aufs Feld gestürmt und die rappelvolle Halle ist ausgerastet.

Im Großen und Ganzen ist es einfach das gemeinsame Sport machen. Es sind so viele Freundschaften dadurch entstanden. Dazu gehört auch das gemeinsame Absteigen. Früher war ich derjenige der getröstet wurde, heute tröste ich die jüngeren.

Und woran erinnerst du dich nicht so gerne zurück?

Allgemein nerven mich Niederlagen gegen Schriesheim. Gegen die zu spielen, vor allem in deren Halle mit dem ganz besonderen „Boden“, ist immer sehr unangenehm. Und natürlich die beiden Abstiege aus der 1. Bundesliga, insbesondere der erste. Das hat schon weh getan, als wir gegen Bonn in der Relegation verloren haben. Bonn ist das erste Mal aufgestiegen, wir mussten das erste Mal runter.

Beim zweiten Mal war es eine klare Sache. Ihr konntet nur zwei Spiele in der Hauptrunde gewinnen.

Wenn der Saisonverlauf so deutlich ist, macht man sich seine Gedanken. Aber man muss dann auch realistisch sein: Wir machen das alles in unserer Freizeit. Das ist unser Hobby. Das darf man nicht vergessen.  

Du bist seit 2016 Kapitän und hast dadurch eine besondere Rolle und eine besondere Verantwortung – wie gehst du damit um?

Ich versuche, vorweg zu gehen, die Mannschaft zu führen. Das heißt, alle Mitglieder des Teams zusammenzuhalten, gemeinsam die Dinge anzugehen. Und auch Organisatorisches, wie das Aufwärmen und die Ansprachen bei Spielen. Alle gemeinsam sind wir ein Team. Ich erwarte vom Team häufig Einsatz, und um diese Erwartung stellen zu können, muss ich diesen auch selber zeigen. Deshalb will ich mit meinem Verhalten, zum Beispiel in der Kommunikation mit dem Schiedsrichter, ein Vorbild sein. Damit auch die Mitspieler davon lernen, wie das sein sollte. Ich will meine Erfahrung nutzen, allen Spielern weiterzuhelfen.

Zeit für Selbstkritik: Was kannst du noch verbessern?

Ich möchte meine Physis auf ein höheres Level heben. Spielerisch bin ich leider nicht torgefährlicher geworden in der Vergangenheit, daran kann ich noch arbeiten.

Als Kapitän: Ich kann mit noch mehr Einsatz und Power in den Trainings voran gehen, damit das Training noch effektiver wird. Nach einem harten Arbeitstag fällt mir es manchmal schwer, mit 100 Prozent dabei zu sein. Da gibt es noch Potenzial nach oben.



Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Julia Noël im Interview

Wie bist du zum Floorball gekommen?

In der Grundschule Am Borgefelder Saatland gab es eine in der Schul-AG. Da habe ich 2006, als ich in der 2. Klasse war, angefangen. Ab der 4. Klasse gründete sich daraus ein eigenes Team beim TSV Borgfeld. Seit 2013 spiele ich bei Eiche, da habe ich in der U17 und bei den Damen angefangen.

Sind noch Spieler aus dem Schulteam von Borgfeld aktiv?

Ja, im Team waren unter anderem Luis Moes, Felix Stierle und Hannes Röttger, die vergangenes Jahr auch bei Eiche waren und nun wieder in Lilienthal spielen.

Das klingt ja nach einer ziemlich guten Truppe. Wart ihr damals erfolgreich?

In der 2. Klasse haben wir den Bremer Schul-Cup gewonnen. Den goldenen Floorball, den wir damals bekommen haben, habe ich noch immer.  In der Liga gehörten wir dann eher zum Mittelfeld.

Die trägst auf dem Bild auf der Homepage die Nummer 15. Hat die Rückennummer eine  Bedeutung für dich?

Meine erste Nummer in Borgfeld war die 15, dann hatte ich bei Eiche zunächst die 11 und als wir uns die Nummer aussuchen durften, habe ich wieder die 15 genommen. Bei den Herren hab ich zuletzt die 95 getragen, weil es eines der kleineren Trikots im Satz ist. Im Endeffekt ist mir das nicht so wichtig, aber ich habe mich gefreut, als ich die 15 wählen konnte.

Du spielst inzwischen zwei Positionen – was ist dir lieber? Verteidiger oder Center?

Beides. Jahrelang habe ich nur in der Verteidigung gespielt, die Rolle als Center kam erst vor kurzem. Das war eine Idee von Noah, Trainer der 2. Herren. Das hat mich weitergebracht, weil ich was Neues lernen musste. Dann sollte ich das auch mal bei den Damen machen.

Beide Positionen haben ihre Vor- und Nachteile. Als Verteidigerin habe ich gerne das ganze Spiel vor mir und kann auf die Situation entsprechend reagieren, als Center kann ich mich dafür mehr im Angriff einbringen. Es kommt auch auf den Gegner an, gegen den man spielt.

Wenn die Statistik stimmt, hast du in deiner Zeit bei Eiche bislang nur eine Zwei Minuten Strafe bekommen. Wie schafft man das als Verteidigerin?

Bei Spielen der Damen werden grundsätzlich weniger Strafen vergeben und im Herrenbereich bekommt man als Dame auch nicht so viele Strafen gegen sich, denke ich. Die Schiedsrichter scheinen da doch Rücksicht zu nehmen.

Die Eiche-Damen planen den nächsten Schritt. Ihr wollt Bundesliga spielen.

Die Überlegungen gab es schon vergangenes Jahr, damals wäre unser Kader dafür aber nicht breit genug gewesen. Man braucht genügend Spielerinnen, sodass man immer möglichst zwei Blöcke zur Verfügung hat, auch wenn es mal nach München geht. Ob das dieses Mal klappt, ist noch offen, langfristig ist die Bundesliga aber auf jeden Fall unser Ziel. Wir müssen jetzt einen Plan entwickeln, wie wir das erreichen können.  

Seit kurzem bist du auch im Kreis der Nationalmannschaft. Wie kam es dazu?

Bei der U19 und bei den Damen war ich schon einmal bei einem Sichtungslager. Dann ist lange Zeit nichts passiert, bis Ende 2019/Anfang 2020. Da gab es von Floorball Deutschland eine offene Ausschreibung, auf die ich mich auf Noahs Empfehlung hin gemeldet habe.  

Zwei geplante Termine wurden zunächst wegen Corona abgesagt. Das erste Trainingslager fand daher erst Ende Juni statt, allerdings mussten wir ohne Körperkontakt spielen. Im September folgte ein Trainingslager in Berlin, wo wir auch ein Testspiel gegen die U19-Damen Nationalmannschaft bestritten und im Oktober trainierten wir in Halberstadt. Dieses Mal mit Körperkontakt, aber wir musste alle vorher einen Schnelltest machen.  Im November und Dezember waren weitere Camps geplant, die dann aber abgesagt wurden.

Das heißt, du zählst jetzt zum Kader?

Der gesamte Kader wurde relativ groß belassen und solange man nicht ausgeladen wurde, ist man dabei. Bei den einzelnen Camps wird dann aber immer nur eine Auswahl an Spielerinnen eingeladen. Für die WM-Qualifikation in Lettland im Februar wurde ich nominiert. Die Qualifikation wurde jedoch auf Anfang Juni verschoben und es gibt neue Regeln. Die Teams dürfen nun weniger Spielerinnen mitnehmen als zuvor und ich hoffe, ich bin nicht eine der Streichkandidaten.

Seit dieser Saison spielst du auch bei den 1.Herren. Musstest du dich sehr umstellen?

Mit der Hälfte des Teams habe ich vorher schon bei den 2. Herren zusammen gespielt und kenne sie daher gut. Die Gegner in der 2. Bundesliga spielen körperlicher und haben definitiv mehr Kampfgeist. Vor dem ersten Ligaspiel hatte ich Angst, dass ich nicht so zum Zuge komme, aber ich habe dann doch relativ viel gespielt und mich gut an Tempo und die Körperlichkeit gewöhnt. Es gibt immer Spiele, in denen es besser und schlechter läuft. Insgesamt bin ich bisher zufrieden.

Was sind als Spielerin deine Stärken und Schwächen?

Ich habe eine relativ gute Spielübersicht, dafür könnte ich manchmal noch etwas mutiger sein und an meinen Entscheidungen auf dem Feld arbeiten. Das gehörte jedenfalls zum Feedback bei der Nationalmannschaft.

Abseits vom Sport machst du ein Duales Studium…

Ich bin Duale Studentin bei Airbus, der Studiengang nennt sich „Mechanical Production and Engineering“, also Maschinenbau. 2017 habe ich angefangen und im Sommersemester schreibe ich meine Bachelorarbeit. Die Ausbildung zur Fluggerätmechanikerin habe ich bereits abgeschlossen. Leider wurden die Auslandseinsätze bei Airbus corona bedingt gestrichen. Ich wollte eigentlich für sechs Wochen nach Sevilla.

Wie geht es nach dem Bachelor weiter?

Dann studiere ich im Master Luft- und Raumfahrttechnik über Airbus an der TU Braunschweig. Ich muss dann mal sehen, wie viel Zeit ich dort verbringen werde und es mit dem Floorball für mich weitergeht.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Marcel Westermann im Interview

Ihr hattet gerade Training – wie sieht das derzeit aus?

Die Damen und Herren trainieren zusammen. Wir trainieren online über Zoom. Da ein Stocktraining  wegen der unterschiedlichen Wohnsituationen schwierig zu organisieren ist, machen wir nur Fitnessübungen. Außerdem denke ich, dass ein paar Monate ohne richtiges Stocktraining zwar sicherlich nicht das Beste ist, einen Fitnessrückstand von mehreren Monaten sehe ich aber als deutlich problematischer und schwerer aufzuholen. Zumal es immer schwerer ist die Spieler zum Fitnesstraining zu begeistern als zum Stocktraining, daher ist der Anreiz neben dem Teamfitness Teil selber mit dem Stock zu arbeiten wesentlich größer. Beim Fitnesstraining arbeiten wir viel mit dem eigenen Körpergewicht. Ich versuche die Einheiten immer auf 50 – 60 Minuten zu beschränken, dafür aber mit sehr wenig Pausen zu arbeiten. Da haben wir dann auch einen gewissen Cardio Anteil, Ausdauertraining wie Laufen müssen die Spieler jedoch für sich nachholen. Wir haben eine Adidas-Laufgruppe, wo jeder seine Läufe tracken kann. Aber insgesamt gibt es derzeit viele Freiräume und keine Zwang. Jeder der Lust hat, macht etwas.

Wie hältst du dich ansonsten Fit?

Die letzten zwei, drei Wochen ist es wegen der Uni schwierig gewesen, noch nebenbei regelmäßig zu trainieren. Ich mache jetzt meinen Master im Wirtschaftsingenieurwesen, durch die viele Abgaben und Meetings bleibt da tagsüber nicht viel Zeit für.

Und Übungen mit Ball?

Es juckt mir schon in der Hand, aber das kann ich Nachbarn und Mitbewohnern nicht zumuten.

Floorball nimmt normalerweise viel Platz und Zeit in deinem Leben ein, was machst du derzeit stattdessen?

Als der Spielbetrieb abgesagt wurde, ging die Uni wieder los. Dadurch habe ich gut zu tun und recht wenig Freizeit. Ich habe auch mehr Kurse belegt, als es schon absehbar war, dass die Beschränkungen wiederkommen.

Seit wann spielst du eigentlich Floorball? Ich habe da vor einigen Wochen ein Bild von dir als Kind gesehen…

Das Foto muss aus der 2. Klasse gewesen sein. Angefangen im Verein habe ich in der 4. Klasse, das war im Sommer 2007, bei Buntentor. Bei Eiche spiele ich seit 2011 in der 1. Mannschaft. Anfangs habe ich parallel auch noch Fußball bei Buntentor gespielt. Es gab Tage, da habe ich morgens Fußball, nachmittags mit Buntentor Floorball und abends noch mit Eiche gespielt. Wenn ich heute ein Spiel spiele, dann mach ich den Abend danach nichts mehr.

Du hast nach drei Ligaspielen bereits elf Punkte gemacht – Hast du eine Chance Topscorer werden?

Ich glaube nicht, da ich voraussichtlich nicht mehr mitspielen kann, da ich engen Kontakt zu Personen aus der Risikogruppe habe. Wir sind aber auch ein Team, dass nicht über die Einzelspieler kommt. Wir haben die letzten Jahre immer eine Handvoll Spieler unter den besten Scorern gehabt, aber wir waren nie ganz vorne dabei. Die Last ist bei uns auf mehreren Schultern verteilt.

Es ist die zweite Saison als Trainer der ersten Herren – Was zeichnet das Team deiner Meinung nach aus?

Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, dass wir da oben stehen, mit einem Punkt mehr als Hannover, mit zwei Siegen und nur einer knappen Niederlage gegen Lilienthal. Lilienthal hatte einen vollen Kader im Spiel gegen uns, wir dagegen nur 13-14 Feldspieler. Da war ich mit den Wechselmöglichkeiten eingeschränkt. Aber trotz unserer großen Altersspanne im Kader, von 15 bis über 30 ist alles dabei, funktioniert es und auch neben dem Feld verstehen wir uns gut. Letztes Jahr sind wir mit der Erwartung in die Saison gegangen, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen. Dieses Jahr ist das anders, weil wir nicht in jedes Spiel als Favorit gehen. Wir sind dadurch vorsichtiger und spielen taktisch diszipliniert. Die Mannschaftsleistung war bisher einfach richtig gut. Dümpten fehlt uns als Gegner zwar noch, aber wir können jedes Team schlagen, obwohl wir einen so jungen Kader haben. Die jungen Spieler haben sich extrem weiterentwickelt und sie haben noch viel Potenzial nach oben.

Wie stehen die Chancen, dass ihr aufsteigt?

Es gibt eine realistische Chance. Aber selbst, wenn es Playoffs gibt und wir das schaffen, ist die Frage, ob wir dem Team das nächstes Jahr schon zumuten sollten. Die junge Spieler sollen die Chance auf jeden Fall bekommen, wenn wir sie kriegen. Wir schauen mal, wie weit wir kommen.

Zusammen mit Jan-Paul trainierst du auch die Damen – wie lief es da bisher?

Erfolgreich wie letztes Jahr. Wir haben einen kleinen Kader und ein paar Ausfälle, da ist es manchmal mit dem Training etwas schwierig, aber wir wollen trotzdem wieder alle Spiele und Titel gewinnen, auch wenn wir nicht zur Deutschen Meisterschaft fahren können. Die Mädels sind trotzdem super motiviert und wollen alle besser werden

Du bringst dich auch bei Social Media ein – was ist deine Aufgabe?

Letztes Jahr habe ich das Instagram-Konto in die Hand genommen, jetzt haben Noah und ich das Konzept für unsere Öffentlichkeitsarbeit erstellt und ich bin verantwortlich für die Gruppe Content Creating, die jede Woche Inhalt für Social Media erstellen.

Deine Idee war es auch, Spiele aus dem Schuhkarton zu streamen – wie kamst du darauf?

Die Idee gab es schon länger, es ist nur an den Gegebenheiten der kleinen Halle gescheitert. Mit einer App, einem iPad als Schaltzentrale und zwei iPhones als Kameras machen wir künftig die Übertragung. Auf das Feedback vom ersten Stream haben wir auch reagiert: Wir haben extra hochwertige Weitwinkel-Objektive für die iPhones gekauft und verschiedene Kamerapositionen für die Zukunft ausprobiert. Bis es wieder losgeht arbeiten wir auch noch an verschiedenen Grafiken und Einblendungen. Mittlerweile sind wir ein Team von sechs Leuten unter meiner Leitung, die sich in Zukunft um den Livestream kümmern.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

 

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen

Radiosender 90.VIER wird neuer Sponsor

Freudig können wir Euch mitteilen, dass unsere Abteilung einen neuen Partner dazugewonnen hat. Der Radiosender 90.VIER sendet von der Nordsee bis Nienburg und von Oldenburg bis Osterholz-Scharmbeck und bietet in seinem Programm Musik und Lokalnachrichten.

Ab sofort wird dort in der „Vorschau für das Sportwochenende“ über anstehende Spiele unserer Bundesligamannschaft berichtet und nach Spielen über die Ergebnisse informiert werden.

Auch sind Exklusiv-Interviews und ausführlichere Berichte geplant.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Noah Ehrenfried im Interview

Hallo Noah, Glückwunsch zur Wahl des Abteilungsleiters. Wie kam es eigentlich dazu, dass du dich aufgestellt hast?

Daniel Teetz wollte kürzer treten und hat gefragt, wer sich vorstellen könnte, sein Nachfolger zu werden. Ich habe mich dann gemeldet, dass ich Lust dazu hätte. Dadurch, dass wir viele Jahre schon zusammengearbeitet haben, wird es ein fließender Übergang werden. Bei dem einen oder anderen Thema wird Daniel mich auch mit seinem Rat noch unterstützen.

Spieler, Trainer und Abteilungsleiter, dazu auch noch der Job – wie bringst du das alles unter einen Hut?

Das frage ich mich manchmal auch. Den Trainerjob bei den 2. Herren teile ich mir mit Matthew Sellars. Er plant die Einheiten und ich bin dann einmal in der Woche beim Training dabei. Mit der ersten Mannschaft trainiere ich selber zweimal – also bin ich dreimal in der Woche in der Halle.  Das kann ich arrangieren und das ist auch Zeit, die ich gerne dafür hergebe.

Die Abteilungsarbeit kann ich mir auch einteilen und gut zuhause erledigen. Ich habe vom Beruf aus eine 41-Stunden-Woche, aber für die Vereinsarbeit nehme ich mir gerne noch die eine oder andere Stunde.

Wie viel Zeit planst du denn für dein Amt ein?

Das ist ganz unterschiedlich. Oftmals komme ich mit einer Stunde in der Woche hin, wenn es besondere Anliegen oder Projekte gibt, sind es auch mal vier, fünf. Aber das lässt sich über mehrere Tage verteilen. Es gibt wenige Termine, daher ist das alles entspannt.

Vom Namen her bin ich jetzt Abteilungsleiter, aber eigentlich mache ich die gleichen Aufgaben wie zuvor. Einige Dinge, die ich jetzt angehe, hätte ich auch in der vorigen Funktion gemacht. 

 Hast du dir für deine Amtszeit besondere Ziele gesteckt oder Projekte überlegt?

Als erstes wollen wir in der Abteilung fest Strukturen bei der Aufgabenverteilung schaffen. Bislang sind viele Aufgaben personenbezogen und bei Ausfällen ist kein Ersatz da. Das wollen wir ändern und auch transparenter machen, wer der richtige Ansprechpartner ist.

Ich möchte zudem möglichst viele Mitglieder mit in die Vereinsarbeit einbinden, auch bei kleineren Dingen. Ich wünsche mir, dass sich mehr Leute einen Ruck geben und mithelfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich die Mitglieder persönlich anspreche, sie auch gerne helfen. Besonders die Eltern unserer Jugendspieler würde ich gerne ansprechen, weil wir die oft noch gar nicht erreichen. Dafür haben wir zum Beispiel einen Newsletter geplant.

Außerdem haben wir im Etat für das nächste Jahr Geld für die Trainerausbildung eingeplant. Dadurch sollten zunächst vier bis fünf Spieler und Spielerinnen einen Kurs bei Floorball Deutschland belegen, sobald das wieder möglich ist. Wir fangen mit den Jugendtrainern an, langfristig wollen wir uns nach oben vorarbeiten, dass alle Trainer ausgebildet werden.

Die Pandemie zwingt den Amateursport zum zweiten Mal in die Pause. Wie überbrückt ihr die Zeit?

Die 1. Herren und die Damenmannschaft machen über Zoom oder Skype gemeinsam Fitness. Aus dem Team spielen einige online zusammen Among Us oder wir verabreden uns zu einem gemeinsamen Zoom-Call. Im Jugendbereich ist es ehrlich gesagt derzeit schwierig, ohne Trainingsbetrieb den Kontakt zu halten Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir bald wieder zumindest in Gruppen trainieren dürfen.

Ihr habt ein umfangreiches Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit ausgetüftelt. Was habt ihr vor?

Wir wollen regelmäßig über uns auf der Website informieren. Den ersten Schritt hatten wir bereits vor einiger Zeit auf Instagram gemacht, aber das war für Marcel Westermann, der das allein gemacht hat übernommen hat, viel Arbeit. Wir wollen das jetzt auf viele Schultern verteilen. Für jeden Bereich soll es zuständige Personen und Ansprechpartner geben. Viele Leute im Verein sind motiviert, aber ihnen fehlt einer klarer Arbeitsauftrag. Und den wollen wir ihnen mit diesem Konzept geben.

Auf unserer Website gab es nur sehr unregelmäßig Neuigkeiten. Künftig soll es zu jedem Spiel Content geben. Wir fangen damit an, zu veröffentlichen, wann wir spielen und vor allem, wie wir gespielt haben. Dann wollen wir darauf aufbauen.

Habt ihr euch Vorbilder für die Social-Media-Arbeit genommen?

Wir haben uns die Auftritte der Gegner angeguckt und angesehen, was die so machen. Wie promoten die ihre Spiele? Wie berichten die über ihre Herren-, Damen- und Jugendmannschaften?  Davon haben wir uns inspirieren lassen, übernehmen aber nichts eins zu eins. Und wir müssen auch immer darauf achten, dass das nicht zu aufwendig wird.

Es gab ja bereits einen ersten Livestream aus dem Schuhkarton…

…ja, die Idee kam damals von Marcel, der Ole Gerdsen gleich mit eingebunden hat. Die haben sich um alles gekümmert. Wir haben auch Geld im Etat eingeplant, damit wir ein passendes Equipment kaufen können.

Wer motiviert ist und Ideen hat, ist immer willkommen. Steven Schweiger hat sich zum Beispiel für die Website angeboten und macht das jetzt. Ich muss da allen, die ihre Freizeit für den Verein opfern meinen großen Dank aussprechen. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

Andreas Kasche erhielt vor Kurzem einen Brief von dir und der Abteilung. Was hat es damit auf sich?

Es gibt nicht mehr viele ehemalige Spieler, die bei uns im Verein noch aktiv sind. Da sind Daniel Teetz, Rasmus Wienemann oder halt Kasche. Dann habe ich mich gefragt, woran das auch liegen könnte? Ich habe mir dann vorgenommen, die Beziehung zu denen besser zu pflegen. Wir sagen bei Eiche ja immer, dass wir mehr sind als ein Verein – wir sind eine Familie. Kasche hat vor einiger Zeit bei den 1. Herren aufgehört, aber nie ein Abschiedsspiel oder ähnliches bekommen. Das soll er aber bekommen, doch wegen Corona ist das derzeit schwierig zu organisieren. Deshalb habe ich ihm zunächst den Brief geschrieben, über den er sich offensichtlich auch gefreut hat.

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

 

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen

Alte Gesichter, neue Aufgaben

Am vergangenen Donnerstag traf sich die Floorball Abteilung zur Wahl der neuen Abteilungsleitung. Einige Personaländerungen wurden beschlossen.

Daniel Teetz, der viele Jahre als Abteilungsleiter fungierte wird von Noah Ehrenfried, welcher vorher die Aufgaben des Jugendkoordinators erfüllte, abgelöst. Daniel Teetz wird der Abteilung als Finanzwart erhalten bleiben.

Die Aufgaben des stellvertretenden Abteilungsleiters wird weiter Till Geiler erfüllen.

Ebenso in die Leitung der Abteilung wurden gewählt:
Jonna Rathcke (Jugend-Koordinatorin)
Jan-Paul Gersdorf (Referent)
Finn von Kroge (Referent)
Marcel Westermann (Referent)
Matthew Sellars (Referent)

Zwei Schritte Richtung 1. Bundesliga gemacht

Wir sind im Finale! Nach drei harten Spielen gegen Rennsteig sind die ersten Schritte auf einem doch langen Weg Richtung 1. Bundesliga gemacht. Dabei hätte es auch bei nur zwei Spielen bleiben können…

EICHE HORN vs. RENNSTEIG AVALANCHE 5:7 (0:0/2:5/3:2)

…hätte, hätte, Fahrradkette. Es war das erwartete, schwere Spiel und wir konnten die Niederlage nicht verhindern. Bereits in den ersten Minuten wurde das Spiel hektisch, niemand konnte das Spiel wirklich in die Hand nehmen. Schüsse fielen auf beiden Seiten, doch zu Toren fehlte noch ein ganzes Stück. Dafür gab es wie im ersten Spiel harte Zweikämpfe.
Das zweite Drittel lief wirklich nicht gut für uns: Begonnen hat das Drittel mit einem Tor der Gäste, welches von den ca. 20 mitgereisten Fans stark bejubelt wurde (4.). Im Gegenzug jubelten unsere Fans, als Florian von Kroge blank vor dem gegnerischen Tor einen Abpraller ausnutzte und ausglich (11.). Die beiden Tore waren der Startschuss für ein Schützenfest: In der 14. Minute der Doppelschlag der Gäste, in der 15. Minute der Anschluss durch Noah Ehrenfried, in der 16. und 17. Minute der erneute Doppelschlag von Rennsteig. Fazit aus dem Mitteldrittel: 2:5 für Rennsteig.
Im letzten Drittel mussten die Tore her, um den Rückstand aufzuholen. Dies passierte dann auch vier Minuten nach Anpfiff: Steven Schweiger konnte einen Ball von Kai Ehrenfried zum 3:5 verwerten. Die Aufholjagd wurde aber nur wenige Minuten später wieder gestoppt: Wieder waren es die Gäste, die einen Fehler unsererseits ausnutzten und den alten Abstand wiederherstellten. Schlimmer wurde es in der 10. Minute, denn Rennsteig erhöhte den Spielstand auf 3:7. Ein weiterer Treffer blieb den Gästen im Spiel verwehrt, stattdessen kamen die Tore von uns, leider zu wenige und leider zu spät. Vier Minuten vor Schluss verkürzte Jan-Paul Gersdorf auf 4:7. Und nur eine Minute später netzte Best-Player Noah Ehrenfried bei 6 gegen 5 zum 5:7 ein. Dieses Tor, konnte die Heimniederlage allerdings nicht abwenden. Und so wurde die Serie um ein Spiel verlängert.

EICHE HORN vs. RENNSTEIG AVALANCHE 6:4 (2:1/3:1/1:2)

Das dritte Spiel war gleichzeitig auch das Letzte. Der Gewinner dieses Spiels zieht ins Finale ein und trifft dort auf die DJK Holzbüttgen. Es ging um Alles oder Nichts und das war der gesamten Mannschaft bewusst. Konzentriert und motiviert gingen wir ins Spiel und machten den Gästen direkt Probleme: Die Gebrüder von Kroge erzielten in der 7. Minute die Führung. Florian von Kroge erzielte das Tor, nach Vorlage von seinem kleinen Bruder Finn. Vier Minuten später baute Adam Fliegner die Führung aus, ehe 15 Sekunden vor Schluss Rennsteig auf 2:1 verkürzte. Das Ergebnis hätte höher ausfallen können, doch es scheiterte an der Chancenverwertung.
Im zweiten Drittel dauerte es fünf Minuten bis Jan-Paul Gersdorf den alten Abstand von zwei Toren wiederherstellen konnte. Mitte des zweiten Drittels dann Marcel Westermanns Doppelpack: Den ersten Treffer erzielte er durch eine Variante in der Überzahl. Nicht mal eine Minute später verwandelte er nach einem Stockschlag direkt vor dem Tor, den daraus folgenden Penalty. Doch die Gäste konnten kurz vor Ende des Drittels in Überzahl den Anschlusstreffer erzielen.
Das finale Drittel wurde dann wieder unnötig hektisch: Ab der 9. Minute, konnte Rennsteig binnen zwei Minuten auf 5:4 verkürzten. Rennsteig drückte nun mehr und mehr. Doch bereits nach weiteren zwei Minuten verwandelte Helge Heitmann einen weiteren Treffer und erhöhte auf 6:4. Ab hier passierte nichts mehr, bis wir zwei Minuten vor Schluss eine 5 gegen 3 Unterzahl spielen mussten. Auf der Bank saßen Helge Heitmann aufgrund eines Wechselfehlers und Florian von Kroge, wegen überhartem Körpereinsatz. Aber auch hier: Sehr konzentriert und mit vollem Einsatz konnten wir routiniert verteidigen. Die Überzahl der Gegner blieb ungenutzt.
Damit steht es fest: Wir sind im Finale! Wir bedanken uns bei Rennsteig für eine spannende Serie und vor allem bei unseren Fans für die geile Unterstützung. Einmal mehr habt ihr gezeigt, dass auch ihr erstklassig seid!

FINALE GEGEN HOLZBÜTTGEN

Es wird heiß im Finale. Unser Gegner ist kein geringerer als die DJK aus Holzbüttgen, alte Bekannte sozusagen. Beide Spiele in der Saison waren sehr knappe. Wir konnten uns auswärts in Verlängerung durchsetzen, Holzbüttgen bei uns zu Hause in regulärer Zeit. Harte, aber faire und schnelle Spiele sind garantiert. Das erste Spiel wird am 14.04. um 13 Uhr in Holzbüttgen ausgetragen, das zweite sowie das evtl. dritte Spiel dann am 21./22.04. um 18 Uhr am Samstag und am Sonntag (hier gibt es noch keine finale Zeit). Wir sind bereit und haben richtig Bock auf die 1. Bundesliga. Ihr auch? Dann seid beim Auswärtsspiel dabei! Wer aber nicht kann braucht sich keine Sorgen machen: Ihr könnt auch beim Heimspiel/bei den Heimspielen dabei sein! Wir freuen uns auf euch!

Wichtiger Sieg im ersten Spiel gegen Rennsteig

Nach der Liga ist vor den Playoffs: Nachdem wir auch das letzte Ligaspiel auswärts in Dümpten gewinnen konnten (4:2), ging es im ersten Spiel der Halbfinal-Serie gegen Rennsteig Avalanche ran. Da wir als Staffelmeister gegen den Vizemeister der 2. Bundesliga Süd-Ost antreten müssen, wird das erste Spiel in Rennsteig ausgetragen und das zweite sowie das evtl. dritte Spiel bei uns. Uns ist nie Mannschaft vor dem Spiel nicht bekannt gewesen, umso interessanter war das Spiel.

ZUM SPIEL

Das Spiel begann direkt furios, viele, aber faire Zweikämpfe und viele Torchancen, die nicht verwertet werden konnten. Die wirklich erste richtige Aktion entstand in der 13. Minute des Drittels aus einer Überzahl unsererseits. Adam Fliegner bauerte nach einem gewonnenem Zweikampf hinter dem gegnerischem Tor den Torhüter und erzielte das erste Tor des Spiels. Bis auf das Tor und weiteren Zweikämpfen und nicht verwerteten Chancen passierte in diesem Drittel nichts mehr.
Im zweiten Drittel wurde es dann turbolenter, die Phase des Antastens war vorbei. Mehr Zweikämpfe, mehr Härte, aber dennoch nicht weniger Chancen. In der 12. Minute des Mitteldrittels war es aber Rennsteig, die den Ausgleich erzielten. Hier ist noch zu erwähnen, dass die Stimmung das gesamte Spiel über einfach grandios war, sowohl von Seiten der Heimfans, aber auch von unseren mitgereisten Fans war die Stimmung großartig. Kurz vor Ende des zweiten Drittels fiel das nächste Tor und wieder kam es nicht von uns. In die Pause ging es mit einem 1:2 Rückstand aus unserer Sicht.
Im letzten Drittel galt es die Form aus dem ersten Drittel wiederzuholen, Zeit gab es noch genug. Hier ging es wieder weiter wie im Drittel zuvor. Das Spiel war geprägt von körperlicher Härte, aber an Chancen mangelte es jedoch nicht. Mit viel Geduld, Ruhe und ein paar kleinen Änderungen gelang Noah Ehrenfried nach einer Vorlage von Leon Schweiger in der 12. Minute des Schlussdrittels der verdiente Ausgleich zum 2:2. Und dann wurde es hektisch: In der 18. Minute war es wieder die Kombination Ehrenfried/Schweiger, die uns die Führung kurz vor Schluss bescherte. Rennsteig nahm daraufhin eine Auszeit und nutzte die darauffolgende Chance in der 19. Minute zum 3:3. Die Folge: Overtime.
Diese gestaltete sich nicht anders als das ganze Spiel: Hart, fair und unterhaltsam. Doch es dauerte nicht einmal drei Minuten, eher Matchwinner Leon Schweiger zum ersehnten 3:4 einschob. Eingeschoben, da der Torhüter einen Schuss von Noah Ehrenfried vorerst blockte. Doch die Rechnung machte er ohne Leon, der den Ball mehr wollte als alle anderen. Die Freude nach dem Treffer war dementsprechend groß. Eine starke und erwachsene Leistung führte zu unserem erstem Sieg in der Playoff-Serie und gibt uns Rückenwind für das zweite Spiel..

DAS NÄCHSTE SPIEL

…welche ein HEIMPSIEL IST! Wir wollen gemeinsam mit euch den wichtigen Schritt in das Playoff-Finale machen, das können wir bereits am 07.04 um 18 Uhr in der Berckstraße machen! Wir hoffen auf eine volle Halle, mit euch ist alles möglich (vor allem könnt ihr Rennsteig zeigen, dass IHR erstklassig seid). Also vormerken: 07.04, 18 Uhr, Berckstraße!

Generalprobe vor den Playoffs bestanden

Am vergangenem Samstag fand das letzte Spiel der regulären Saison vor den Playoffs statt. Für uns ging es mit einem leicht dezimierten Kader Richtung Mühlheim an der Ruhr zu den Dümptener Füchsen. In diesem Spiel ging es darum die letzten Punkte der Saison mitzunehmen und das Spielsystem noch einmal gegen eine andere Mannschaft einzuspielen.

ZUM SPIEL

Es war das erwartete harte Spiel, konnten die Füchse doch mit ihrem gesamtem Kader antreten. Doch von dem leichten Druck der Heimmannschaft ließen wir uns nicht aus dem Konzept bringen und spielten unser Spiel. Einzig die Tore fehlten in diesem Drittel, weshalb es mit einem Stand von 0:0 in die erste Pause ging.
Im zweiten Drittel dann endlich der erste Treffer: Fast 3 Minuten waren gespielt, als unsere rund 10 mitgereisten Fans das Tor von Leon Schweiger zum 1:0 bejubeln durften. Der Treffer wurde nach Zusammenspiel mit Adam Fliegner erzielt. Es gab weiterhin den leichten Druck der Heimmannschaft, mit dem wir aber gut umgehen konnten und weiterhin unser Spiel spielen konnten. In der 13. Minute fiel dann aber doch der Gegentreffer, der aber nur 3 Minuten wirkte. Denn in Überzahl erzielte Adam Fliegner die erneute Führung zum 2:1. Das war gleichzeitig auch die letzte Aktion im Mitteldrittel und mit der verdienten Führung ging es für uns in die letzte Pause.
Im Schlussdrittel machten wir da weiter, wo wir aufgehört haben. In der 6. Minute war es Kapitän Daniel Plate, der eine erneute Überzahl zum 3:1 verwerten konnte. Die Vorlage kam wieder von Adam Fliegner. Und nur 2 Minuten später vollendete sein Bruder Rafal Fliegner sehenswert zum 4:1. Es begann ab da eine intensive Schlussphase, Dümpten erhöhte nun den Druck und erzielte eine Minute nach dem 4:1 zum 4:2. Nach dem Gegentreffer passierte aber nichts mehr, was unseren Sieg gefährden konnte und wir fuhren glücklich und mit 3 Punkten in der Tasche nach Hause.

DAS NÄCHSTE SPIEL

Es ist soweit: PLAYOFFS! Die reguläre Saison ist offiziell beendet und es beginnt die heiße Phase. Als Staffelsieger der 2. Bundesliga Nord-West müssen wir gegen den Zweitplatzierten der 2. Bundesliga Süd-Ost spielen: FC Rennsteig Avalanche. Ein für uns noch unbekannter Gegner, umso interessanter werden die bevorstehenden Spiele. Für uns geht es in Spiel 1 auswärts ran, somit ergibt sich folgender Spielplan: Spiel 1: in Rennsteig, 24.03, 18 Uhr/ Spiel 2: in Eiche, 07.04, 18 Uhr/(evtl. Spiel 3: in Eiche, 08.04, 15 Uhr).
Vielen ist bekannt, wie intensiv und emotional die Playoffs sind, weshalb jetzt ihr gefragt seid: Ein Heimspiel ohne euch ist kein Heimspiel. Immer wenn Gegner bei uns im Schuhkarton sind, tun sie sich schwer, wenn ihr da seid. Denn IHR macht unseren geliebten Schuhkarton zu einem Hexenkessel! Gemeinsam mit euch wollen wir Siege feiern und die Playoffs packen. In der Mannschaft sind sich alle einig: Ihr seid ERSTKLASSIG! Also schon mal die Spiele vormerken, wir haben Bock auf euch und den Aufstieg!

Mit wenig Glanz zur Staffelmeisterschaft

Am vergangenen Wochenende fand für uns das letzte Heimspiel der regulären Saison im Schuhkarton statt. Wir wollten uns, vor heimischem Publikum und bereits ein Spiel vor dem Ende der Saison, die Meisterschaft in der Nord/West Staffel sichern. Allerdings hatte unser Gast aus Neuwittenbek dem einiges entgegen zu setzen…

Zum Spiel:

Den effektiveren Start in die Partie hatte der TSV Neuwittenbek. Obwohl wir von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft waren, konnten wir die herausgespielten Chancen nicht nutzen. So ging in der 6. Minute Neuwittenbek in Führung. Diese wurde in der 12. Minute mit einem weiteren Treffer ausgebaut.
Nach einer Strafe gegen Neuwittenbek in der 17 Minute, konnten wir das Powerplay nutzen. Daniel Plate, der nach längerer Verletzung erst vor zwei Wochen wieder ins Training einstieg, war es der sich mit dem Anschlusstreffer zurück meldete.
Ein weiteres Powerplay direkt im Anschluss, konnte jedoch nicht den verdienten Ausgleich bringen. So ging es mit dem Rückstand von 1:2 in die Drittelpause.
Dies sorgte jedoch keineswegs für Unruhe bei Spielern und Trainern. Wir haben schon häufig einen Rückstand aufholen und umdrehen können. Die Ansage zum zweiten Drittel lautete: Unser Spiel weiter zu spielen, keine Hektik aufkommen zu lassen und herausgespielte Chancen zu nutzen.
Allerdings war es wieder Neuwittenbek, die nach der Pause den ersten Treffer landeten. Unsere Antwort kam prompt. In der 9. Minute war es Leon Schweiger, der nach Vorlage unseres Kapitäns, Till Geiler, den erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 landetet.
Unsere Unterzahl bewies sich ein weiteres Mal, als sehr stabil, als es den Gästen nicht gelang eine 2 Minuten Strafe gegen Eiche zu nutzen. Helge Heitmann durfte nach „Anheben des Stocks“ auf der Strafbank Platz nehmen.
Trotz der teilweise aufkommenden Hektik auf dem Feld, gelang es uns eine gute defensive Leistung zu zeigen und das Spiel immer wieder in unsere Kontrolle zu bringen. Ohne weitere Veränderungen, ging es in die Pause zum letzten Drittel.
Auch im Spiel gegen Neuwittenbek zeigte sich, dass wir im letzten Drittel unsere Stärke haben. Es gelang uns direkt frisch aufzuspielen und in der 3. Minute den ersehnten und verdienten Ausgleich zu erzielen. Nach Vorlage von Helge Heitmann, war es Pavel Komarov der den gegnerischen Goalie überwand.
Ab der 7. Minute hieß es erneut Unterzahl Spiel für uns. Unsere Defender Florian von Kroge musste nach Sperren und reklamieren auf der Strafbank Platz nehmen. Die ersten zwei Minuten wurden ohne Tor der Gäste ausgespielt- Allerdings konnten wir in der zweiten Strafe das 3:4 durch die Gäste nicht verhindern.
Wieder komplett dauerte es keine Minute bis Noah Ehrenfried, der nach seiner Rückkehr aus Münster sein erstes Spiel im Schuhkarton absolvierte, erneut ausglich.
Die Führung für Eiche kam in der 15 Minute, als Leon Schweiger zum zweiten Mal in diesem Spiel einnetzte. Drei Punkte lagen in der Luft. Diese verwehrten uns unsere Gegner, die bis zur letzten Minute kämpften und in eben dieser belohnt wurde. Nach einem Timeout für unsere Gäste, nahm Neuwittenbek ihren Goalie raus. In der letzten Minute der regulären Spielzeit glichen sie in Überzahl zum 5:5 aus.
Es ging in die Over Time. Das bedeutet für uns, die als Ziel gesetzten drei Punkte waren weg. Nun galt es sicher in der Defense zu sein und dennoch vorne schnell den entscheidenden Abschluss zu finden.
Nach 1:50Minute der Over Time, war es erneut Leon Schweiger, der später zum Best Player gewählt wurde, der den Ball ins Tor der Gegner brachte.
Das Ziel: Staffelmeister ist somit erreicht, denn die gewonnenen zwei Punkte reichen uns, um den ersten Platz sicher inne zu haben. Dennoch lief das Spiel nicht so, wie wir es uns vorgenommen haben. Bis zu den Playoffs ist noch einiges zu tun.

Das nächste Spiel:

Einmal müssen wir noch auswärts ran. Wir fahren am kommenden Samstag nach Mühlheim zu den Dümptener Füchsen. Das Hinspiel konnten wir überraschend deutlich mit 11:4 gewinnen. In Vorbereitung auf die Playoffs, wollen wir auch dieses Mal einen Sieg einfahren und drei Punkte mit nach Bremen bringen.