Autor: Steven Schweiger

Lola im Interview

Hej Lola, du bist schon seit ein paar Monaten in Bjärred. Wie gut ist dein Schwedisch inzwischen?

Ich würde sagen schon sehr gut. Ich verstehe so ziemlich alles, auch wenn mal undeutlich gesprochen wird und wenn mir mal ein Wort nicht einfällt, dann kann ich es umschreiben. Da ich mit meiner Familie eigentlich jedes Jahr nach Schweden in den Urlaub gefahren bin, konnte ich schon ein paar Brocken Schwedisch und ich habe kurz nach meiner Ankunft angefangen, mit meiner Au-Pair-Familie Schwedisch zu sprechen. Daher ging das recht schnell.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du jetzt in Schweden bist?

Nachdem mein FSJ dann nicht so lief, wie ich erhofft hatte, hat sich die Au-Pair-Stelle als Mittel zum Zweck angeboten. Ich wollte schon seit langer Zeit unbedingt nach Schweden.

Du darfst schon wieder mit einer Mannschaft trainieren – gab es da neidvolle Nachrichten aus Deutschland?

Ja, die gab es anfangs schon, auch von meinen Geschwistern. Aber das ist verständlich, ich wäre da auch neidisch.

Du hattest – wie alle Floorballspieler in Deutschland – vorher eine lange Pause. Wie war es nach den ersten Trainings?

Es war sehr schwer, wieder reinzukommen, auch weil die schwedischen Spieler so gut sind. Und die Bewegungen, besonders als Torwart, das auf den Knien herumrutschen, das machst du im normalen Alltag nicht. Für mich war es, als würde ich das alles nochmal neu lernen.

Wie oft bist du denn in der Halle?

Mit den Jungs trainiere ich zweimal, dienstags und donnerstags, und noch ein weiteres Mal als Teil des Trainerteams einer Mädchenmannschaft.

Hast du schon Unterschiede zum deutschen Floorball feststellen können?

Was mir auffällt, ist, dass hier alle Spieler technisch sehr stark sind und alle einen echt krassen Schuss haben. Und es geht viel körperlicher beim Spielen zu. Es ist normal, dass hier jemand über die Bande fliegt. Aber es ist schwer, das ganz genau einzuschätzen, denn bislang spiele ich hier mit 16- bis 19-Jährigen.

Aber umso stärker der Gegner ist, desto mehr lernt man doch, oder?

Ich hoffe, ich lerne viel. Aber wie viel es war, wird man wohl erst sehen, wenn ich wieder in Bremen trainiere.

Wie bist du eigentlich zum Floorball gekommen?

Früher Leistungsschwimmen und Boxen, dann wollte ich was Neues ausprobieren. Im Schulsport haben wir viel Unihockey gespielt und über meine Geschwister bin ich dann zum Probetraining beim ATS gekommen. Zu Beginn habe ich im Feld gespielt, aber ich war wirklich nicht gut. Während eines Trainings habe ich aus Spaß mit dem Torhüter getauscht und durfte dann beim nächsten Mal direkt als Torhüterin beim Großfeldteam mit trainieren.

Als ich zu dir recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass die Wischers eine echte Floorball-Familie sind.

Ja, meine beiden jüngeren Geschwister Wiesje und Keke spielen auch Floorball beim ATS. Ich bin durch sie erst dazu gekommen, Floorball zu spielen.

Wenn du bei Buntentor mit deinen Geschwistern zusammenspielen konntest, warum bist du dann zu Eiche gewechselt?

Mir hat es beim ATS immer sehr gut gefallen, weil es dort so familiär zuging. Aber irgendwann wollte ich mehr lernen und erreichen. Beim ATS war ich Kapitänin der U17 und eine Damenmannschaft gibt es dort nicht. Deshalb habe ich 2019 mit einer Zweitlizenz bei Eiche Horn angefangen und bin ein Jahr später, auch weil dort Matt und Noah die U21 Mannschaft trainieren, dorthin gewechselt. Ich habe seitdem super viel gelernt, wir sind doppelt Meister geworden mit den Damen – ich denke, dass das eine gute Entscheidung war.

Wie geht es bei dir denn weiter? Bis Ende Juli arbeitest du noch in Schweden.

Ich habe mich in Deutschland und Schweden um Studienplätze beworben. Ich würde gerne in Schweden bleiben und hier studieren, aber es gibt nicht so viele Studiengänge auf Englisch. Mein Schwedisch ist zwar gut, aber auf Schwedisch zu studieren, ist nochmal eine andere Sache. Im Grunde genommen weiß ich noch nicht, wo ich im Herbst sein werden.

Und wo möchtest du in Schweden studieren?

Ich habe mich in Stockholm, Lund und Uppsala beworben.

Was machst du denn derzeit, wenn du dich nicht um die Kinder deiner Gastfamilie kümmerst oder Floorball spielst?

Unter der Woche arbeite ich eigentlich nur und treibe Sport. Neben dem Floorball bin ich hier in Bjärred in einer Workout-Gruppe, die draußen trainiert. Und, so komisch das klingen mag, aber ich habe das Spazieren gehen echt zu schätzen gelernt. Ich kann stundenlang am Meer entlanglaufen, allein oder mit meinen Freunden, die ich hier habe. An den Wochenenden bin ich dann meist mit zwei anderen Au-Pair-Mädchen unterwegs und erkunde das Land und die Naturreservate. Inzwischen kenne ich so gut wie jedes Dorf in der Region.

Wenn wir wieder beim Thema sind – was gefällt dir an Schweden denn besonders?

Die Schweden sind Fremden gegenüber sehr offen und freundlich, jeder kommt auf dich zu, auch wenn du die Sprache nicht kannst.  Sie zeigen gerne, dass sie gut Englisch können.  Meine schwedischen Freunde habe ich zum Beispiel kennengelernt, als ich alleine spazieren war.

Was wirst du vermissen, wenn du wieder zurück nach Deutschland kommst?

Ich werde die Natur sehr vermissen, ich bin auch kein so großer Stadtmensch. Als wir vor kurzen in Stockholm waren, waren der Verkehrslärm oder das Geräusch einer Straßenbahn schon ganz ungewohnt. Ich glaube es wird ein kleiner Kulturschock zurückzukommen.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Innebandy in Bjärred

Wie ihr vielleicht schon wisst, darf ich hier in Schweden nun auch schon seit ca. 2.5 Monaten Floorball spielen. Wegen Corona war auch hier von Oktober bis Mitte Februar das Training verboten, bis die Hallen dann für die Jahrgänge 2002 und jünger wieder eröffnet wurden. Eigentlich wollte ich mit einem Damenteam in Lund trainieren, aber da die Erwachsenen auch hier noch nicht trainieren dürfen, hat das leider nicht hingehauen. Dafür hab ich aber einen super tollen anderen Verein hier in Bjärred gefunden, der mich, obwohl sie kein Damenteam haben, sehr herzlich aufgenommen hat. Nun darf ich zwei mal die Woche mit den Jungs der JAS/HJ18 trainieren, also den Junioren, die in der Allsvenskan Liga spielen, der höchsten Liga für diese Altersgruppe. Außerdem helfe ich ein mal die Woche beim Training der Mädchen geb. 2002 und jünger als Goalietrainerin aus. Das Training hier läuft sehr anders ab als unseres in Deutschland und daran habe ich mich glaube ich noch immer nicht ganz gewöhnt. Aber auch zwischen den Trainings der zwei Teams, in denen ich hier bin, sehe ich große Unterschiede, was die Struktur, aber auch die Intensität angeht.
Dienstags und Donnerstags Abends fahre ich in die Bjärehovshalle, welche direkt in unserem mini Centrum liegt. Als ich das erste Mal darin stand, war ich richtig überwältigt, weil die wirklich cool aussieht und eigentlich nur für Floorball genutzt wird.
Mit den Jungs beginnen wir das Training immer mit einem individuellen warm machen; ein bisschen Warmlaufen, Kniekontrolle und Technik sind immer dabei. Daraufhin werden die Goalies warmgeschossen. Im Gegensatz zu unserem Training in Deutschland dauert das ganze vielleicht so 2 Minuten und wir machen keine großartigen Übungen mit Lauf und Pass sondern meistens stehen die Spieler einfach in einem Halbkreis um das Tor herum und schießen oder kommen einzeln von der Mittellinie ein, zwei Schritte auf das Tor zu und schießen. Und danach? Danach wird direkt gespielt. Wie bei richtigen Spielen benutzen wir die digitale Uhr und spielen so mit Zeit und zählen die Tore. Oft spielen wir in den Teams Bjärred gegen Lomma, da nicht alle Feldspieler aus unserem, sondern auch aus den umliegenden Dörfern kommen. Meistens geht es darum, wer am Ende des Trainings die Bande abbauen muss.
Zwischendurch werden dann Spielerische Übungen eingebaut, wie meine Lieblingsübung, die sich Varberg nennt, und die ich hoffentlich mit ins Training nach Deutschland nehmen kann.
Generell besteht das Training viel aus kleinen Wettkämpfen und aus dem Spiel an sich, was ich erst gewöhnungsbedürftig fand aber nun echt gern mag, da man immer in Aktion ist.
Was hier auch anders ist, ist natürlich die Intensität. Ich trainiere mit Jungs im Alter von 16 bis 19 Jahren und es gibt keinen einzigen, der nicht von der Mittellinie aus einen Schuss in den Winkel machen könnte. Eine extrem gute Technik und starker Schuss sind hier normal. Da hab ich schon einige schöne blaue Flecken kassiert. Manchmal find ich es etwas schwierig, mitzuhalten, aber ich gebe nicht auf. Für mich ist es bloß schwierig, dass die Jungs nicht wirklich mit mir reden, aber auch generell untereinander wird nicht viel geschnackt oder so. Das ist etwas anstrengend, da ich normalerweise ein Mensch bin, der beim Training gern viel mit seinen Mitspieler*innen redet und spaßt (aber natürlich trotzdem immer konzentriert bei der Sache ist :D ), wenn aber niemand mit mir redet bin ich schnell unmotiviert oder frustriert. Insgesamt sind sie aber alle echt nett, nur nicht so gesprächig. Meine Trainer hingegen reden sehr viel mit mir und sind ebenfalls super. Ach ja, das ganze Training findet natürlich auf schwedisch statt! Jetzt fragt sich Mensch vielleicht: aber Lola, wie machst du das denn? Ganz einfach: ich kann tatsächlich Schwedisch verstehen und sprechen. Das zu lernen ging super super schnell, da ich ein wenig Vorkenntnisse hatte und seit Ende meines ersten Monats auch mit meiner Familie hier ausschließlich schwedisch spreche. Beim Training der Mädchen bilde ich ein Trainerteam mit Jonas, wir beide kümmern uns um das Physis- und Goalietraining. Deren Training beginnt mit Warmlaufen gefolgt von Physis und Kniekontrolle, sowie einem längeren Goalie Warmup. Dann werden meistens einige spielerische Übungen gemacht. Währenddessen arbeiten Jonas und ich immer einzeln mit den Goalies und gehen auf ihre individuellen Schwächen und Stärken ein, wofür wir jede Woche eine Goalieübung vorbereiten. Danach gehen wir meistens direkt ins Spiel über, was hier also etwas kürzer ausfällt als bei meinem Training mit den Jungs.

Ich bin super froh, nun teil des IBK Bjärred zu sein, da alle Trainer*innen und vor Allem der Vereinspräsident mich mit offenen Armen empfangen haben und es mir großen Spaß bereitet, wieder in der Halle zu stehen.

Lola in Schweden

Huhu!

Ich bin´s, Lola! Einige von euch kennen mich wahrscheinlich aus der Damenmannschaft oder von den Zweiten Herren, aber für die die es nicht tun: Hallöchen! Ich heiße Lola und bin 19 Jahre alt. Anfang diesen Jahres habe ich mich aus persönlichen Gründen dazu entschieden mein FSJ in Bremen abzubrechen und nach Schweden zu ziehen.

Nun wohne ich schon seit einiger Zeit hier in Bjärred – einem wunderschönen kleinen Stranddörfchen in Skåne, also im Süden Schwedens. Hier arbeite und wohne ich momentan als Au-Pair bei einer tollen schwedischen Familie. In Bjärred gibt es nicht wirklich viel, wir haben hier nur einen kleinen Einkaufsladen, aber ich wohne nur circa 200 m vom Meer entfernt. Hier gibt es also jede Menge Natur und einen wunderschönen Ausblick, denn man kann von hieraus sowohl die Skyline von Malmö, als auch die von Kopenhagen betrachten. Vor allem Nachts sieht das echt atemberaubend aus.
Anfangs hatte ich ein bisschen Bedenken, dass es schwer sein könnte sich hier einzuleben, aber dies hat sich ganz schnell wieder gelegt, denn ich habe hier schon wunderbare Freunde gefunden und einige tolle Sachen erlebt.
Seit einiger Zeit kann ich hier nun auch endlich Floorball beim IBK Bjärred spielen. Hier in Schweden war der Trainingsbetrieb nämlich auch einige Zeit eingestellt, aber seit ein paar Wochen dürfen die Jahrgänge 2002 und jünger wieder trainieren. Also trainiere ich nun mit den U19 Herren zusammen, die in der Allsvenskan, also der höchsten Liga für ihre Altersgruppe, spielen. Außerdem engagiere ich mich einmal die Woche als Aushilfstrainerin bei den U19 Damen.

In der nächsten Zeit darf ich euch mit auf meine Reise nehmen und euch einen Einblick in mein Leben hier, mit allem was dazugehört, geben. Wie das Training hier so aussieht, wie gut mein Schwedisch ist und was ich den ganzen Tag so treibe, all das werdet ihr bald erfahren! Wer fragen hat, kann sich gerne bei mir melden. Euch noch einen wunderschönen, bunten Tag!

Eure Lola

Timothy Lizotte im Interview

Hallo Timothy, wie geht’s dir? Bist du bislang gesund geblieben?

Ja, ich bin gesund geblieben. Ich habe mich zweimal testen lassen, beide waren negativ. Aber inzwischen kennt man immer mehr Leute, die das Virus hatten.

 Vor kurzem kam die Absage der laufenden Saison – wie hast du darauf reagiert?

Mein erster Gedanke war: Ach, der Spielbetrieb wurde bislang noch nicht abgesagt? Ich wusste gar nicht, dass das noch nicht offiziell ist. Aber es war klar: Normalerweise würden jetzt die Playoffs beginnen, wobei wir noch eine halbe Saison zu spielen hätten. Wir hatten mit dem Thema schon ein bisschen abgeschlossen.

 Die abgebrochene Saison hatte für euch richtig gut angefangen…

Ja, das stimmt. Ich hatte das Gefühl, dass wir in den vergangenen Jahren nicht mehr besser, sondern eher etwas schlechter geworden sind. Das war jetzt anders. Wir sind auch mal als Außenseiter in die Partie gegangen. Das hat uns gutgetan. Vorher hatte man immer dieses Auftreten gespürt, dass wir doch eigentlich zu gut für diese Liga sind. Das haben wir gesagt und gedacht, aber nicht aufs Feld gebracht. Wir haben jetzt einen großen und jungen Kader und dadurch muss jeder sein Bestes geben und an sich selbst arbeiten, denn sonst ist ein anderer Mitspieler da, der den Platz einnimmt.

Wir haben jetzt eine andere, gesündere Mentalität und gehen mit mehr Biss aufs Feld. Denn wir sind nur so gut, wie wir spielen. Das bringt uns auf einen guten Weg. Wir haben auch keine Pflichtsiege mehr gehabt, sondern immer alles gegeben. Ich glaube auch, dass wir genug junges Blut haben, um diesen Trend für die nächsten Jahre zu erhalten.

 Was machst du mit der Zeit, die du sonst für den Floorball investiert hast?

Ich bin im Juni vergangenen Jahres Vater geworden und habe nun viel Zeit, mich um den Nachwuchs zu kümmern. Seit März bin ich in Elternzeit, die noch bis August geht. Im Moment tut es daher gut, an den Wochenenden nicht durch die Republik fahren zu müssen.

 Aber an den Online-Trainings nimmst du teil?

Ja, die Trainings zweimal die Woche mache ich mit. Es ist schön, die Kollegen zu sehen, auch wenn es nur über Zoom ist. Die Gemeinschaft im Team fehlt schon sehr.

 Für einen Torhüter ist es schwierig, alleine zu trainieren. Wie sieht dein Trainingsplan aus beziehungsweise welche Übungen machst du, um nicht einzurosten?

Ich jongliere, werfe den Ball gegen die Wand und fange ihn wieder auf. Wir haben versucht, ein gemeinsames Torhütertraining für zuhause zu entwickeln, doch mit unterschiedlichen Untergründen ist es schwierig.  Matthew hat sich sogar eine Ballschussmaschine gekauft und lässt sich damit zuschießen. Ansonsten gehe ich laufen, um fit zu bleiben. Ich bin sehr gespannt, wie es wird, wenn wir wieder trainieren dürfen und sich die Defizite aufzeigen. Das gute ist, dass wir einen niedrigen Altersschnitt im Team haben. Die jungen Spieler dürften besser aus der Krise kommen als die alten Recken.

 Wie kamst du zum Floorball?

Wie die meisten fing es in einer Schul-AG an im Mixed-Team mit kleinen Toren. Der AG-Leiter hat dann eine Sparte bei der SG Oslebshausen eröffnet und uns eingeladen. Dort habe ich in der U14-Liga angefangen und etwa zwei Jahre dort gespielt, zunächst noch als Feldspieler. Ins Tor bin ich nur aushilfsweise gegangen und habe das wohl ganz gut gemacht. Später übernahm ich bei den 1. Herren den Platz zwischen den Pfosten, du diese Position zu dem Zeitpunkt nicht besetzt war. 2005 wurde ich vom damaligen Eiche-Trainer David Makin zum Training eingeladen und habe auch die kommende Sommervorbereitung mit den 1. Herren bestritten. Zusammen mit Daniel Plate, der aus der Eiche-Jugend kam, habe ich dann einen festen Platz im Kader der Bundesliga Mannschaft bekommen.

 Neben Floorball bist du auch noch in einer anderen Sportart aktiv und erfolgreich. Erzähl doch mal.

Ich habe schon immer gerne hin und wieder Disc-Golf gespielt. Regelmäßig wurde es, seitdem es den Parcours in Woltmershausen gibt.  Meistens als Hobby, aber ich habe auch immer wieder Turniere gespielt. 2018 habe ich bei der ersten Bremer Meisterschaft gespielt und gewonnen. Vergangenes Jahr hat mein Bruder Jason den Titel geholt. Ich war nicht dabei, weil wir mit Eiche am gleichen Tag ein Spiel hatten. Für mich gibt es da eine klare Trennung: Disc-Golf spiele ich aus Spaß, Freude und Entspannung, beim Floorball zählt der Leistungsgedanke.

Richtig erfolgreich im Disc-Golf ist aber mein Bruder Simon. Er hat sich zu einem der besten Spielern der Welt entwickelt. Deshalb ist er dafür in die USA gezogen und verdient dort als Disc-Golf-Profi sein Geld.

 Hast du in den vergangenen Monaten häufiger Disc-Golf gespielt?

Als kontaktfreier Einzelsport im Freien ist Disc-Golf coronakonform, das stimmt. Und der Sport wird deshalb derzeit immer beliebter. Aufgrund der familiären Verpflichtungen habe ich selbst aber nicht mehr als sonst gespielt.

 Drei Torhüter im Team aber nur ein Platz zwischen den Pfosten – wie groß ist da der Wettkampf zwischen euch Kollegen?

Wir hatten die letzten Jahre schon immer mindestens zwei Torhüter und uns als Torwartteam verstanden. Das braucht man auch, um ein vernünftiges Training zu machen. Der, der nicht spielt, ist für den anderen da, um ihn anzufeuern und aufzumuntern. Der Spielanteil wird möglichst gerecht aufgeteilt. Justus als noch recht junger Torhüter wird noch herangeführt und hat eher die unterstützende Rolle, während Matt und ich die ersten beiden Torhüter sind. Er soll bei Gelegenheit seine Einsätze bekommen.

Allerdings war das nicht immer so wie jetzt. Mal wollten die Trainer, mal die Torhüter das anders ausleben. Aber das hat nur für schlechte Stimmung gesorgt.

 Du bist schon lange bei Eiche Horn und hast mit dem Team viel erlebt. An was erinnerst du dich denn besonders gerne zurück?

Es gab für mich zwei große Highlights, die ich nie vergessen werde. Einmal das Pokalspiel gegen MFBC Leipzig, wo wir als Zweitligist den Titelanwärter der 1. Bundesliga in der Verlängerung aus dem Wettbewerb geschossen haben. Das war damals die vollste Halle und das stimmungsreichste Spiel, das ich bisher erlebt habe. Ich bin ehrlich: Mich würde es richtig nerven, auswärts bei Eiche spielen zu müssen, mit den Zuschauern, die einen halben Meter neben dem Feld sitzen und reinbrüllen und dem ganzen Lärm (lacht).

Das andere war beim letzten Aufstieg, kurz vor meinem Auslandssemester, als wir DHfK Leipzig in der Relegation in zwei Spielen besiegten. Beim ersten Spiel im Leipzig war die halbe Abteilung mitgekommen, um uns zu unterstützen. Louis Schaidl hat damals das Spiel seines Lebens gemacht und alles gehalten, was es ging. Dann ging es ins Penaltyschießen und da ich den Ruf habe, ein Händchen dafür zu haben, bin ich reingekommen. Nur für die fünf Minuten am Ende. Ich habe bis auf einen alle gehalten, wir habe zwei verwandelt und gewonnen. Beim Rückspiel in Horn hatten wir eine dementsprechend breite Brust, ließen Leipzig keine Chance und haben sie aus der Halle gefegt. Anschließend haben wir mit allen eine große Aufstiegsparty gefeiert.

 Und was war der bisher größte Tiefpunkt?

Das war der erste Abstieg aus der 1. Bundesliga. Ich war als ich als junger Torhüter in eine etablierte Mannschaft gekommen, die regelmäßig um die Playoffs mitspielte. Als ich den Platz zwischen den Pfosten übernahm, war das Abenteuer plötzlich vorbei und Eiche musste runter in die zweite Liga. Das ging einem schon richtig nah, weil man sich eingestehen musste, das war einfach nicht gut genug. Das war richtig brutal.

 Du bist, wenn die Saison läuft, auch für die Spieltagshefte verantwortlich. Seit wann?

Vor ca. zehn Jahren habe ich die Aufgabe übernommen. Damals gab es noch kein Konzept und fest verteilte Rollen, inzwischen baue ich die Ausgabe nur noch zusammen und hier und da noch einen kleinen Insiderwitz ein.  Dafür brauche ich, wenn es gut läuft, zweieinhalb Stunden, wenn es Probleme gibt, sind es eher vier bis sechs Stunden. Über die Jahre ist es immer weniger Arbeit geworden, aber wahrscheinlich noch immer mehr, als ich müsste. Ich habe auch schon überlegt, die Aufgabe abzugeben, um mal ein Heft in den Händen zu halten, das nicht von mir ist.

 Du warst auch mal Trainer der zweiten Herren. Wie siehts mit einem Trainerjob in der Zukunft aus?

Gegen Ende meines Studiums habe ich als Trainer aufgehört, um mich auf meinen Abschluss zu konzentrieren und ins Berufsleben zu starten. Von der Arbeit her, eine junge Mannschaft weiterzuentwickeln, hat mir das schon sehr viel Spaß gemacht hat. Die Spieler haben sich weiter- und gegen manche Teams kleine Rivalitäten entwickelt. Da habe ich auch am Seitenrand total mitgefiebert. Ich habe mir schon Gedanken gemacht und kann mir gut vorstellen, wieder eine Mannschaft im Jugendbereich zu übernehmen und zu begleiten. Jetzt gerade ist die Zeit sehr knapp, weshalb es in den nächsten paar Jahren wohl eher nichts wird. Aber es ist nicht ausgeschlossen.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Indoortraining für unsere Nationalspieler:innen

Moin Moin liebe Eiche Community, 

Leider befinden wir uns immer noch im Lockdown und hier ist es dementsprechend etwas Still geworden. Da zurzeit keine Teamtrainings erlaubt sind, möchte ich euch einen kleinen Einblick in das Einzeltraining von uns geben.Mit mir haben auch Nicolas, Matthew, Patrizia und Julia das Glück, in der Halle trainieren zu dürfen, da wir im Kader einer Nationalmannschaft sind. Wir haben zwei Trainingszeiten pro Woche, wobei immer zwei Personen zusammen trainieren können. Da mit Nico und Matt auch Torhüter dabei sind, rotieren wir die Gruppierungen durch, sodass jeder mal einen Feldspieler oder Goalie als Trainingspartner hat. 

Unsere Trainings bestehen hauptsächlich aus Schüssen, Pässen und Koordinationsübungen. Wir nutzen es, um uns an die Belastung in der Halle zu gewöhnen, wieder ein Gefühl für den Stock/das Tor zu bekommen und uns optimaler auf kommende Turniere vorbereiten zu können. Auch wenn wir über die Zeit versucht haben, unsere Möglichkeiten bei Homeworkouts so gut es geht zu nutzen, ist ein Hallentraining dadurch nicht zu ersetzen. 

Allerdings fehlt das Team eindeutig beim Training. Allein oder zu zweit gibt es nicht so viele Variationsmöglichkeiten, wir müssen vieles runterbrechen und komplexere Übungen gestalten sich schwierig, da Pass- und Anspielstationen fehlen. Dafür können wir vermehrt auf individuelle Dinge achten, die im Teamtraining häufiger untergehen. Es hat also auch Vorteile und ist in der momentanen Situation wohl der beste Kompromiss. 

Wir sind super dankbar, dass wir das Privileg bekommen haben, die Halle nutzen zu dürfen. 

Falls ihr nähere Einblicke bekommen möchtet, schaut doch mal bei @eichehornfloorball auf Instagram vorbei. Dort posten wir immer wieder kleine Impressionen aus unseren Trainings. 

Ich hoffe, es dauert nicht mehr allzu lange, bis wir uns alle gemeinsam in der Halle begrüßen dürfen. 

Viele Grüße und bleibt gesund! 

Katha

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Till Geiler im Interview

Moin Till, wie groß ist die Sehnsucht nach Floorball bei dir im Moment?

Die Sehnsucht ist groß. Im Online-Training machen wir fast ausschließlich Fitness. Ab und zu gibt es auch Übungen für das Stickhandling und da merke ich, dass es einfach riesig Spaß macht, mit dem Schläger zu arbeiten. Dann spüre ich, dass ich wieder in Halle mit den Jungs sein will. Auf der anderen Seite hat man jetzt mehr Zeit, aber ich würde gerne diese Zeit wieder fürs Training opfern. Der Spielbetrieb fehlt mir auch, aber das hat derzeit keine Priorität. Wichtiger wäre das Training.

Hast du noch Hoffnungen, dieses Jahr zu spielen?

Ich schätze, dass es dieses Jahr keine Wettkämpfe mehr geben wird. Es gibt eine Corona Task-Force bei Floorball Deutschland und die überlegt, wie man den Spielbetrieb wieder aufnehmen könnte. Doch wir haben bereits einen großen Zeitverzug in der Saison und je länger es dauert, desto unwahrscheinlicher wird es. Ich stehe hinter allem, was entschieden wird, aber ich glaube nicht daran.

Hast du zwischenzeitlich ein neues Hobby gefunden?

Nein, das nicht, aber ich habe das Schlafen für mich entdeckt. So sieben bis acht Stunden sind ganz nett (lacht). Die Stunden, die nicht mehr fürs Training investiert werden, verlieren sich im Alltag. An den freien Wochenenden, ohne als Spieler oder Schiedsrichter unterwegs sein zu müssen, bin ich jetzt natürlich flexibler.

Haben andere Sportarten je eine Rolle bei dir gespielt?

So wie jeder kleine Junge habe ich mal Fußball gespielt und auch eine Zeit lang Tischtennis. Aber das war nicht lange. Ich gehe wirklich gerne laufen, was auch ein Vorteil für den Floorball ist. Mein persönliches Ziel ist es für dieses Jahr, einen Halbmarathon zu laufen.

Das heißt, dass du auf dem Feld rennen kannst, so viel du willst?

Die Ausdauer funktioniert, Konditionsprobleme habe ich nicht. Es ist eher die Schnelligkeit, die mir fehlt (lacht).

Du bist ein echtes Eiche-Urgestein – wie und wann begann deine Liebe zum Lochball?

Bei den ersten Herren bin ich seit der Saison 2008/2009, damals war ich 15 Jahre alt. Vorher habe ich bereits vier Jahre bei Eiche gespielt. Mit 11 hat mich ein Freund zum Floorball-Training genommen und da hat es mich gepackt.

Du hast die Aufs und Abs mit Eiche miterlebt. Was war denn dein schönster Moment?

Das kann ich nicht auf einen Moment reduzieren. Es gab viele Spiele, die in besonderer Erinnerung bleiben. Zum Beispiel im Pokal gegen Löwen Leipzig, wo wir als absoluter Underdog in der Verlängerung gewonnen haben. Alle sind aufs Feld gestürmt und die rappelvolle Halle ist ausgerastet.

Im Großen und Ganzen ist es einfach das gemeinsame Sport machen. Es sind so viele Freundschaften dadurch entstanden. Dazu gehört auch das gemeinsame Absteigen. Früher war ich derjenige der getröstet wurde, heute tröste ich die jüngeren.

Und woran erinnerst du dich nicht so gerne zurück?

Allgemein nerven mich Niederlagen gegen Schriesheim. Gegen die zu spielen, vor allem in deren Halle mit dem ganz besonderen „Boden“, ist immer sehr unangenehm. Und natürlich die beiden Abstiege aus der 1. Bundesliga, insbesondere der erste. Das hat schon weh getan, als wir gegen Bonn in der Relegation verloren haben. Bonn ist das erste Mal aufgestiegen, wir mussten das erste Mal runter.

Beim zweiten Mal war es eine klare Sache. Ihr konntet nur zwei Spiele in der Hauptrunde gewinnen.

Wenn der Saisonverlauf so deutlich ist, macht man sich seine Gedanken. Aber man muss dann auch realistisch sein: Wir machen das alles in unserer Freizeit. Das ist unser Hobby. Das darf man nicht vergessen.  

Du bist seit 2016 Kapitän und hast dadurch eine besondere Rolle und eine besondere Verantwortung – wie gehst du damit um?

Ich versuche, vorweg zu gehen, die Mannschaft zu führen. Das heißt, alle Mitglieder des Teams zusammenzuhalten, gemeinsam die Dinge anzugehen. Und auch Organisatorisches, wie das Aufwärmen und die Ansprachen bei Spielen. Alle gemeinsam sind wir ein Team. Ich erwarte vom Team häufig Einsatz, und um diese Erwartung stellen zu können, muss ich diesen auch selber zeigen. Deshalb will ich mit meinem Verhalten, zum Beispiel in der Kommunikation mit dem Schiedsrichter, ein Vorbild sein. Damit auch die Mitspieler davon lernen, wie das sein sollte. Ich will meine Erfahrung nutzen, allen Spielern weiterzuhelfen.

Zeit für Selbstkritik: Was kannst du noch verbessern?

Ich möchte meine Physis auf ein höheres Level heben. Spielerisch bin ich leider nicht torgefährlicher geworden in der Vergangenheit, daran kann ich noch arbeiten.

Als Kapitän: Ich kann mit noch mehr Einsatz und Power in den Trainings voran gehen, damit das Training noch effektiver wird. Nach einem harten Arbeitstag fällt mir es manchmal schwer, mit 100 Prozent dabei zu sein. Da gibt es noch Potenzial nach oben.



Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Julia Noël im Interview

Wie bist du zum Floorball gekommen?

In der Grundschule Am Borgefelder Saatland gab es eine in der Schul-AG. Da habe ich 2006, als ich in der 2. Klasse war, angefangen. Ab der 4. Klasse gründete sich daraus ein eigenes Team beim TSV Borgfeld. Seit 2013 spiele ich bei Eiche, da habe ich in der U17 und bei den Damen angefangen.

Sind noch Spieler aus dem Schulteam von Borgfeld aktiv?

Ja, im Team waren unter anderem Luis Moes, Felix Stierle und Hannes Röttger, die vergangenes Jahr auch bei Eiche waren und nun wieder in Lilienthal spielen.

Das klingt ja nach einer ziemlich guten Truppe. Wart ihr damals erfolgreich?

In der 2. Klasse haben wir den Bremer Schul-Cup gewonnen. Den goldenen Floorball, den wir damals bekommen haben, habe ich noch immer.  In der Liga gehörten wir dann eher zum Mittelfeld.

Die trägst auf dem Bild auf der Homepage die Nummer 15. Hat die Rückennummer eine  Bedeutung für dich?

Meine erste Nummer in Borgfeld war die 15, dann hatte ich bei Eiche zunächst die 11 und als wir uns die Nummer aussuchen durften, habe ich wieder die 15 genommen. Bei den Herren hab ich zuletzt die 95 getragen, weil es eines der kleineren Trikots im Satz ist. Im Endeffekt ist mir das nicht so wichtig, aber ich habe mich gefreut, als ich die 15 wählen konnte.

Du spielst inzwischen zwei Positionen – was ist dir lieber? Verteidiger oder Center?

Beides. Jahrelang habe ich nur in der Verteidigung gespielt, die Rolle als Center kam erst vor kurzem. Das war eine Idee von Noah, Trainer der 2. Herren. Das hat mich weitergebracht, weil ich was Neues lernen musste. Dann sollte ich das auch mal bei den Damen machen.

Beide Positionen haben ihre Vor- und Nachteile. Als Verteidigerin habe ich gerne das ganze Spiel vor mir und kann auf die Situation entsprechend reagieren, als Center kann ich mich dafür mehr im Angriff einbringen. Es kommt auch auf den Gegner an, gegen den man spielt.

Wenn die Statistik stimmt, hast du in deiner Zeit bei Eiche bislang nur eine Zwei Minuten Strafe bekommen. Wie schafft man das als Verteidigerin?

Bei Spielen der Damen werden grundsätzlich weniger Strafen vergeben und im Herrenbereich bekommt man als Dame auch nicht so viele Strafen gegen sich, denke ich. Die Schiedsrichter scheinen da doch Rücksicht zu nehmen.

Die Eiche-Damen planen den nächsten Schritt. Ihr wollt Bundesliga spielen.

Die Überlegungen gab es schon vergangenes Jahr, damals wäre unser Kader dafür aber nicht breit genug gewesen. Man braucht genügend Spielerinnen, sodass man immer möglichst zwei Blöcke zur Verfügung hat, auch wenn es mal nach München geht. Ob das dieses Mal klappt, ist noch offen, langfristig ist die Bundesliga aber auf jeden Fall unser Ziel. Wir müssen jetzt einen Plan entwickeln, wie wir das erreichen können.  

Seit kurzem bist du auch im Kreis der Nationalmannschaft. Wie kam es dazu?

Bei der U19 und bei den Damen war ich schon einmal bei einem Sichtungslager. Dann ist lange Zeit nichts passiert, bis Ende 2019/Anfang 2020. Da gab es von Floorball Deutschland eine offene Ausschreibung, auf die ich mich auf Noahs Empfehlung hin gemeldet habe.  

Zwei geplante Termine wurden zunächst wegen Corona abgesagt. Das erste Trainingslager fand daher erst Ende Juni statt, allerdings mussten wir ohne Körperkontakt spielen. Im September folgte ein Trainingslager in Berlin, wo wir auch ein Testspiel gegen die U19-Damen Nationalmannschaft bestritten und im Oktober trainierten wir in Halberstadt. Dieses Mal mit Körperkontakt, aber wir musste alle vorher einen Schnelltest machen.  Im November und Dezember waren weitere Camps geplant, die dann aber abgesagt wurden.

Das heißt, du zählst jetzt zum Kader?

Der gesamte Kader wurde relativ groß belassen und solange man nicht ausgeladen wurde, ist man dabei. Bei den einzelnen Camps wird dann aber immer nur eine Auswahl an Spielerinnen eingeladen. Für die WM-Qualifikation in Lettland im Februar wurde ich nominiert. Die Qualifikation wurde jedoch auf Anfang Juni verschoben und es gibt neue Regeln. Die Teams dürfen nun weniger Spielerinnen mitnehmen als zuvor und ich hoffe, ich bin nicht eine der Streichkandidaten.

Seit dieser Saison spielst du auch bei den 1.Herren. Musstest du dich sehr umstellen?

Mit der Hälfte des Teams habe ich vorher schon bei den 2. Herren zusammen gespielt und kenne sie daher gut. Die Gegner in der 2. Bundesliga spielen körperlicher und haben definitiv mehr Kampfgeist. Vor dem ersten Ligaspiel hatte ich Angst, dass ich nicht so zum Zuge komme, aber ich habe dann doch relativ viel gespielt und mich gut an Tempo und die Körperlichkeit gewöhnt. Es gibt immer Spiele, in denen es besser und schlechter läuft. Insgesamt bin ich bisher zufrieden.

Was sind als Spielerin deine Stärken und Schwächen?

Ich habe eine relativ gute Spielübersicht, dafür könnte ich manchmal noch etwas mutiger sein und an meinen Entscheidungen auf dem Feld arbeiten. Das gehörte jedenfalls zum Feedback bei der Nationalmannschaft.

Abseits vom Sport machst du ein Duales Studium…

Ich bin Duale Studentin bei Airbus, der Studiengang nennt sich „Mechanical Production and Engineering“, also Maschinenbau. 2017 habe ich angefangen und im Sommersemester schreibe ich meine Bachelorarbeit. Die Ausbildung zur Fluggerätmechanikerin habe ich bereits abgeschlossen. Leider wurden die Auslandseinsätze bei Airbus corona bedingt gestrichen. Ich wollte eigentlich für sechs Wochen nach Sevilla.

Wie geht es nach dem Bachelor weiter?

Dann studiere ich im Master Luft- und Raumfahrttechnik über Airbus an der TU Braunschweig. Ich muss dann mal sehen, wie viel Zeit ich dort verbringen werde und es mit dem Floorball für mich weitergeht.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen.

Marcel Westermann im Interview

Ihr hattet gerade Training – wie sieht das derzeit aus?

Die Damen und Herren trainieren zusammen. Wir trainieren online über Zoom. Da ein Stocktraining  wegen der unterschiedlichen Wohnsituationen schwierig zu organisieren ist, machen wir nur Fitnessübungen. Außerdem denke ich, dass ein paar Monate ohne richtiges Stocktraining zwar sicherlich nicht das Beste ist, einen Fitnessrückstand von mehreren Monaten sehe ich aber als deutlich problematischer und schwerer aufzuholen. Zumal es immer schwerer ist die Spieler zum Fitnesstraining zu begeistern als zum Stocktraining, daher ist der Anreiz neben dem Teamfitness Teil selber mit dem Stock zu arbeiten wesentlich größer. Beim Fitnesstraining arbeiten wir viel mit dem eigenen Körpergewicht. Ich versuche die Einheiten immer auf 50 – 60 Minuten zu beschränken, dafür aber mit sehr wenig Pausen zu arbeiten. Da haben wir dann auch einen gewissen Cardio Anteil, Ausdauertraining wie Laufen müssen die Spieler jedoch für sich nachholen. Wir haben eine Adidas-Laufgruppe, wo jeder seine Läufe tracken kann. Aber insgesamt gibt es derzeit viele Freiräume und keine Zwang. Jeder der Lust hat, macht etwas.

Wie hältst du dich ansonsten Fit?

Die letzten zwei, drei Wochen ist es wegen der Uni schwierig gewesen, noch nebenbei regelmäßig zu trainieren. Ich mache jetzt meinen Master im Wirtschaftsingenieurwesen, durch die viele Abgaben und Meetings bleibt da tagsüber nicht viel Zeit für.

Und Übungen mit Ball?

Es juckt mir schon in der Hand, aber das kann ich Nachbarn und Mitbewohnern nicht zumuten.

Floorball nimmt normalerweise viel Platz und Zeit in deinem Leben ein, was machst du derzeit stattdessen?

Als der Spielbetrieb abgesagt wurde, ging die Uni wieder los. Dadurch habe ich gut zu tun und recht wenig Freizeit. Ich habe auch mehr Kurse belegt, als es schon absehbar war, dass die Beschränkungen wiederkommen.

Seit wann spielst du eigentlich Floorball? Ich habe da vor einigen Wochen ein Bild von dir als Kind gesehen…

Das Foto muss aus der 2. Klasse gewesen sein. Angefangen im Verein habe ich in der 4. Klasse, das war im Sommer 2007, bei Buntentor. Bei Eiche spiele ich seit 2011 in der 1. Mannschaft. Anfangs habe ich parallel auch noch Fußball bei Buntentor gespielt. Es gab Tage, da habe ich morgens Fußball, nachmittags mit Buntentor Floorball und abends noch mit Eiche gespielt. Wenn ich heute ein Spiel spiele, dann mach ich den Abend danach nichts mehr.

Du hast nach drei Ligaspielen bereits elf Punkte gemacht – Hast du eine Chance Topscorer werden?

Ich glaube nicht, da ich voraussichtlich nicht mehr mitspielen kann, da ich engen Kontakt zu Personen aus der Risikogruppe habe. Wir sind aber auch ein Team, dass nicht über die Einzelspieler kommt. Wir haben die letzten Jahre immer eine Handvoll Spieler unter den besten Scorern gehabt, aber wir waren nie ganz vorne dabei. Die Last ist bei uns auf mehreren Schultern verteilt.

Es ist die zweite Saison als Trainer der ersten Herren – Was zeichnet das Team deiner Meinung nach aus?

Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, dass wir da oben stehen, mit einem Punkt mehr als Hannover, mit zwei Siegen und nur einer knappen Niederlage gegen Lilienthal. Lilienthal hatte einen vollen Kader im Spiel gegen uns, wir dagegen nur 13-14 Feldspieler. Da war ich mit den Wechselmöglichkeiten eingeschränkt. Aber trotz unserer großen Altersspanne im Kader, von 15 bis über 30 ist alles dabei, funktioniert es und auch neben dem Feld verstehen wir uns gut. Letztes Jahr sind wir mit der Erwartung in die Saison gegangen, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen. Dieses Jahr ist das anders, weil wir nicht in jedes Spiel als Favorit gehen. Wir sind dadurch vorsichtiger und spielen taktisch diszipliniert. Die Mannschaftsleistung war bisher einfach richtig gut. Dümpten fehlt uns als Gegner zwar noch, aber wir können jedes Team schlagen, obwohl wir einen so jungen Kader haben. Die jungen Spieler haben sich extrem weiterentwickelt und sie haben noch viel Potenzial nach oben.

Wie stehen die Chancen, dass ihr aufsteigt?

Es gibt eine realistische Chance. Aber selbst, wenn es Playoffs gibt und wir das schaffen, ist die Frage, ob wir dem Team das nächstes Jahr schon zumuten sollten. Die junge Spieler sollen die Chance auf jeden Fall bekommen, wenn wir sie kriegen. Wir schauen mal, wie weit wir kommen.

Zusammen mit Jan-Paul trainierst du auch die Damen – wie lief es da bisher?

Erfolgreich wie letztes Jahr. Wir haben einen kleinen Kader und ein paar Ausfälle, da ist es manchmal mit dem Training etwas schwierig, aber wir wollen trotzdem wieder alle Spiele und Titel gewinnen, auch wenn wir nicht zur Deutschen Meisterschaft fahren können. Die Mädels sind trotzdem super motiviert und wollen alle besser werden

Du bringst dich auch bei Social Media ein – was ist deine Aufgabe?

Letztes Jahr habe ich das Instagram-Konto in die Hand genommen, jetzt haben Noah und ich das Konzept für unsere Öffentlichkeitsarbeit erstellt und ich bin verantwortlich für die Gruppe Content Creating, die jede Woche Inhalt für Social Media erstellen.

Deine Idee war es auch, Spiele aus dem Schuhkarton zu streamen – wie kamst du darauf?

Die Idee gab es schon länger, es ist nur an den Gegebenheiten der kleinen Halle gescheitert. Mit einer App, einem iPad als Schaltzentrale und zwei iPhones als Kameras machen wir künftig die Übertragung. Auf das Feedback vom ersten Stream haben wir auch reagiert: Wir haben extra hochwertige Weitwinkel-Objektive für die iPhones gekauft und verschiedene Kamerapositionen für die Zukunft ausprobiert. Bis es wieder losgeht arbeiten wir auch noch an verschiedenen Grafiken und Einblendungen. Mittlerweile sind wir ein Team von sechs Leuten unter meiner Leitung, die sich in Zukunft um den Livestream kümmern.

 

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

 

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen

Radiosender 90.VIER wird neuer Sponsor

Freudig können wir Euch mitteilen, dass unsere Abteilung einen neuen Partner dazugewonnen hat. Der Radiosender 90.VIER sendet von der Nordsee bis Nienburg und von Oldenburg bis Osterholz-Scharmbeck und bietet in seinem Programm Musik und Lokalnachrichten.

Ab sofort wird dort in der „Vorschau für das Sportwochenende“ über anstehende Spiele unserer Bundesligamannschaft berichtet und nach Spielen über die Ergebnisse informiert werden.

Auch sind Exklusiv-Interviews und ausführlichere Berichte geplant.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Noah Ehrenfried im Interview

Hallo Noah, Glückwunsch zur Wahl des Abteilungsleiters. Wie kam es eigentlich dazu, dass du dich aufgestellt hast?

Daniel Teetz wollte kürzer treten und hat gefragt, wer sich vorstellen könnte, sein Nachfolger zu werden. Ich habe mich dann gemeldet, dass ich Lust dazu hätte. Dadurch, dass wir viele Jahre schon zusammengearbeitet haben, wird es ein fließender Übergang werden. Bei dem einen oder anderen Thema wird Daniel mich auch mit seinem Rat noch unterstützen.

Spieler, Trainer und Abteilungsleiter, dazu auch noch der Job – wie bringst du das alles unter einen Hut?

Das frage ich mich manchmal auch. Den Trainerjob bei den 2. Herren teile ich mir mit Matthew Sellars. Er plant die Einheiten und ich bin dann einmal in der Woche beim Training dabei. Mit der ersten Mannschaft trainiere ich selber zweimal – also bin ich dreimal in der Woche in der Halle.  Das kann ich arrangieren und das ist auch Zeit, die ich gerne dafür hergebe.

Die Abteilungsarbeit kann ich mir auch einteilen und gut zuhause erledigen. Ich habe vom Beruf aus eine 41-Stunden-Woche, aber für die Vereinsarbeit nehme ich mir gerne noch die eine oder andere Stunde.

Wie viel Zeit planst du denn für dein Amt ein?

Das ist ganz unterschiedlich. Oftmals komme ich mit einer Stunde in der Woche hin, wenn es besondere Anliegen oder Projekte gibt, sind es auch mal vier, fünf. Aber das lässt sich über mehrere Tage verteilen. Es gibt wenige Termine, daher ist das alles entspannt.

Vom Namen her bin ich jetzt Abteilungsleiter, aber eigentlich mache ich die gleichen Aufgaben wie zuvor. Einige Dinge, die ich jetzt angehe, hätte ich auch in der vorigen Funktion gemacht. 

 Hast du dir für deine Amtszeit besondere Ziele gesteckt oder Projekte überlegt?

Als erstes wollen wir in der Abteilung fest Strukturen bei der Aufgabenverteilung schaffen. Bislang sind viele Aufgaben personenbezogen und bei Ausfällen ist kein Ersatz da. Das wollen wir ändern und auch transparenter machen, wer der richtige Ansprechpartner ist.

Ich möchte zudem möglichst viele Mitglieder mit in die Vereinsarbeit einbinden, auch bei kleineren Dingen. Ich wünsche mir, dass sich mehr Leute einen Ruck geben und mithelfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich die Mitglieder persönlich anspreche, sie auch gerne helfen. Besonders die Eltern unserer Jugendspieler würde ich gerne ansprechen, weil wir die oft noch gar nicht erreichen. Dafür haben wir zum Beispiel einen Newsletter geplant.

Außerdem haben wir im Etat für das nächste Jahr Geld für die Trainerausbildung eingeplant. Dadurch sollten zunächst vier bis fünf Spieler und Spielerinnen einen Kurs bei Floorball Deutschland belegen, sobald das wieder möglich ist. Wir fangen mit den Jugendtrainern an, langfristig wollen wir uns nach oben vorarbeiten, dass alle Trainer ausgebildet werden.

Die Pandemie zwingt den Amateursport zum zweiten Mal in die Pause. Wie überbrückt ihr die Zeit?

Die 1. Herren und die Damenmannschaft machen über Zoom oder Skype gemeinsam Fitness. Aus dem Team spielen einige online zusammen Among Us oder wir verabreden uns zu einem gemeinsamen Zoom-Call. Im Jugendbereich ist es ehrlich gesagt derzeit schwierig, ohne Trainingsbetrieb den Kontakt zu halten Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir bald wieder zumindest in Gruppen trainieren dürfen.

Ihr habt ein umfangreiches Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit ausgetüftelt. Was habt ihr vor?

Wir wollen regelmäßig über uns auf der Website informieren. Den ersten Schritt hatten wir bereits vor einiger Zeit auf Instagram gemacht, aber das war für Marcel Westermann, der das allein gemacht hat übernommen hat, viel Arbeit. Wir wollen das jetzt auf viele Schultern verteilen. Für jeden Bereich soll es zuständige Personen und Ansprechpartner geben. Viele Leute im Verein sind motiviert, aber ihnen fehlt einer klarer Arbeitsauftrag. Und den wollen wir ihnen mit diesem Konzept geben.

Auf unserer Website gab es nur sehr unregelmäßig Neuigkeiten. Künftig soll es zu jedem Spiel Content geben. Wir fangen damit an, zu veröffentlichen, wann wir spielen und vor allem, wie wir gespielt haben. Dann wollen wir darauf aufbauen.

Habt ihr euch Vorbilder für die Social-Media-Arbeit genommen?

Wir haben uns die Auftritte der Gegner angeguckt und angesehen, was die so machen. Wie promoten die ihre Spiele? Wie berichten die über ihre Herren-, Damen- und Jugendmannschaften?  Davon haben wir uns inspirieren lassen, übernehmen aber nichts eins zu eins. Und wir müssen auch immer darauf achten, dass das nicht zu aufwendig wird.

Es gab ja bereits einen ersten Livestream aus dem Schuhkarton…

…ja, die Idee kam damals von Marcel, der Ole Gerdsen gleich mit eingebunden hat. Die haben sich um alles gekümmert. Wir haben auch Geld im Etat eingeplant, damit wir ein passendes Equipment kaufen können.

Wer motiviert ist und Ideen hat, ist immer willkommen. Steven Schweiger hat sich zum Beispiel für die Website angeboten und macht das jetzt. Ich muss da allen, die ihre Freizeit für den Verein opfern meinen großen Dank aussprechen. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

Andreas Kasche erhielt vor Kurzem einen Brief von dir und der Abteilung. Was hat es damit auf sich?

Es gibt nicht mehr viele ehemalige Spieler, die bei uns im Verein noch aktiv sind. Da sind Daniel Teetz, Rasmus Wienemann oder halt Kasche. Dann habe ich mich gefragt, woran das auch liegen könnte? Ich habe mir dann vorgenommen, die Beziehung zu denen besser zu pflegen. Wir sagen bei Eiche ja immer, dass wir mehr sind als ein Verein – wir sind eine Familie. Kasche hat vor einiger Zeit bei den 1. Herren aufgehört, aber nie ein Abschiedsspiel oder ähnliches bekommen. Das soll er aber bekommen, doch wegen Corona ist das derzeit schwierig zu organisieren. Deshalb habe ich ihm zunächst den Brief geschrieben, über den er sich offensichtlich auch gefreut hat.

Das Gespräch führte Philipp Johannßen.

 

Philipp Johannßen, Jahrgang 1989, kam 2010 zum TV Eiche Horn und spielte dort erstmals im Verein Floorball. Bis 2014 spielte er bei der zweiten Mannschaft im Kleinfeld und im Großfeld. Anschließend verließ er berufsbedingt die Stadt, aktuell wohnt er in Mannheim, wo er auch seine neue Floorball-Heimat gefunden hat. Er arbeitet als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat sich bereiterklärt monatlich ein Interview mit einem Mitglied unserer Abteilung zu machen