Frust und Enttäuschung

23.06.03

Das Unihockey Mixed ist eine schöne Abwechslung zum Bundesligageschäft, denn beim Mixed dominiert das Spiel mit dem Ball und der Wunsch nur mehr Tore zu erzielen als der Gegner. So kommen es häufig zum offenen Schlagabtausch, an dem beide Geschlechter Spaß entwickeln können und Ergebnisse wie 8:9 herzlich willkommen sind.

So sieht es zumindest auf den meisten Just-for-Fun Turnieren aus. Leider nicht bei einem Turnier das sich Meisterschaft nennt. Hier zählen leider die großen Vorzüge des Spielens in gemischten Teams nicht mehr. Häufig wird eine Frau ins Tor „degradiert“ und die übriggebliebenen Spieler versuchen durch schnelle Konter Tore zu erzielen. Es dominiert eindeutig die Angst davor durch zu langen Ballbesitz Fehler zu machen, die dann vom Gegner ausgenutzt werden könnten. So kommt es zwangsläufig zum mauern und kein wirkliches Spiel kann zustande kommen.

So machte es unseren SpielerInnen wenig Spaß und man war auch nicht bereit sich dem Mixed-Meisterschaftssystem zu beugen. Zulange hatte man in der Vergangenheit einfach nur hinten dicht gemacht und gehofft, dass der liebe Gott einem vorn vor dem gegnerischen Tor eine Chance schenkt. Das geht nicht mehr in der Bundesliga, und für den Sport ein Glück, denn mauernde Teams sind nicht wirklich für die Medien oder Zuschauer attraktiv.

So bleibt über das Wochenende nur zu sagen, dass es ziemlich ernüchternd war und einem zwangsläufig die Frage nach dem Sinn einer solchen Meisterschaft in den Kopf kommt. Just-for-Fun bitte gern, aber Meisterschaften nein danke.

Für die Statistik: bei der wohl letzten Mixed-DM für unseren Verein wurde ein 7. Platz erreicht und der UC Braunschweig gewann das Turnier.

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